Förderverein für Kunstrasen gründen


Man muss nicht Fußball-Experte sein, um zu erkennen, dass es diesem Platz nicht mehr so ganz gut geht. Schwarz-Weiß Holtwick möchte diesen 35-jährigen Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umwandeln.
Man muss nicht Fußball-Experte sein, um zu erkennen, dass es diesem Platz nicht mehr so ganz gut geht. Schwarz-Weiß Holtwick möchte diesen 35-jährigen Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umwandeln.
(Foto: Barbara Kloster)


Holtwick. Er ist 35 Jahre alt. Die Drainage sitzt zu, der Platz ist schlicht und ergreifend - wie man so schön sagt - "auf". Es muss ein Kunstrasenplatz her, sind sich die Verantwortlich von Schwarz-Weiß Holtwick einig. Besonders im Winter ist der Ascheplatz nicht zu nutzen und oft von Oktober/November bis März gesperrt. Grund: Das Wasser kann nicht weg und friert - eine Schlinderbahn.

Im November letzten Jahres hat der Sportverein SW Holtwick bei der Gemeinde Rosendahl einen Antrag auf Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz gestellt. Da sich die Gemeinde bekanntermaßen in der Haushaltssicherung befindet, ist an freiwillige Maßnahmen derzeit nicht zu denken.


Im Frühjahr dieses Jahres wurde ein Kompromiss zwischen Politik, Gemeindeverwaltung und dem Sportverein gefunden", sagt Thomas Fedder, erster Vorsitzender von Schwarz-Weiß. Dieser sieht vor, dass die Sportinvestionsförderpauschale des Landes NRW bis zum Jahr 2014/2015 zweckgebunden auf die hohe Kante gelegt wird, so dass damit der Gemeindeanteil, den auch die Sportvereine in Darfeld und Osterwick bekommen haben, angespart wird.

Fedder: "Trotzdem müssen wir aber auch einen erheblichen finanziellen Eigenanteil erbringen."

Um das Ganze anzuschieben, wurde bei der letzten Generalversammlung der Wunsch geäußert, zu diesem Zweck doch einen Förderverein zu gründen.

Fedder: "Genau das wollen wir jetzt tun und laden deswegen alle Bürger der Gemeinde am 9. September um 20 Uhr zur Gründungsveranstaltung eines "Fördervereins Kunstrasenplatz" ganz herzlich ins Sportheim ein." Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, so sagt ein bekanntes Sprichwort. Und so will man auch im Förderverein immer Schritt für Schritt voran gehen mit dem Ziel, finanzielle und materielle Depots anzulegen, um dann am Ende bereit zu sein, den Traum vom Kunstrasenplatz in Holtwick Wirklichkeit werden zu lassen. Dazu werden Sponsoren gesucht und zahlreiche Aktionen gestartet. Jeder kann einen Quadratmeter Sportplatz kaufen zum Beispiel. Was die Summe anlangt, die so angespart werden soll, ist die vorsichtige Rede von 100.000 Euro. Fedder: "Wir können nur alle bitten, zu helfen, damit dieses große Ziel erreicht werden kann. Eine solche umfangreiche Aufgabe kann auch nicht von einer Generation alleine gestemmt werden. Viele sind vermutlich selbst nicht mehr aktive Fußballer, aber alle können helfen, damit auch die Kinder aus Holtwick und Höven bald auf einem gepflegten Kunstrasenplatz Fußball spielen können."



30 · 08 · 10





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