Vorstandswahlen ganz nach Drehbuch


Bewährte Kräfte führen den LOV Osterwick - allen voran der Vorsitzende Hendrik Deitert (vorne links) und Ortslandwirt Hubert Weßeling (vorne rechts). Foto: fw
Bewährte Kräfte führen den LOV Osterwick - allen voran der Vorsitzende Hendrik Deitert (vorne links) und Ortslandwirt Hubert Weßeling (vorne rechts). Foto: fw


Osterwick. Seine dritte Amtszeit geht er gerne an. "Wir sind ein junges Vorstandsteam", lächelte Hendrik Deitert. "Das macht einfach Spaß." Wie gut die Zusammenarbeit im LOV Osterwick klappt, machten die Neuwahlen gestern deutlich: Nur auf einer Position gab es eine Veränderung, ansonsten setzte die komplette Mannschaft die Arbeit für die nächsten drei Jahre fort. Hubert Weßeling bleibt gar für weitere sechs Jahre Ortslandwirt.

Der Kreisverbandsvorsitzende Franz Kückmann, der als Wahlleiter fungierte, hatte leichtes Spiel. "Das ist eine Vorschlagsliste wie ein Drehbuch", stellte er mit Blick auf den Zettel fest, wie gute Vorbereitung der Vorstand geleistet hatte. Die reibungslose Zusammenarbeit zeige, dass eine Diskussion über eine mögliche Zusammenlegung der Landwirtschaftlichen Ortsverbände in Rosendahl noch nicht erforderlich sei. Auch Kreislandwirt Anton Holz lobte die aktiven Osterwicker: "Es ist beeindruckend, wie problemlos hier die Ehrenämter vergeben werden können."


Die einzige Änderung war auf dem Posten der Kassenwartin notwendig: Renate Schulze Beikel stellte sich nicht zur Wiederwahl, dafür wurde Margret Wiechert einstimmig bestimmt. Ansonsten wurde Heinz-Georg Schulze Kalthoff als zweiter Vorsitzender ebenso wiedergewählt wie Martin Feldkamp als Schriftführer. Die Vertrauensleute Martin Weuler (Midlich), Stefan Korbeck (Höven.I), Bernd Ulmker (Dorf/Dorfbauerschaft), Markus Konert (Höven.II) und Markus Wernsmann (Brock) machen ebenso für drei Jahre weiter wie die Ausschussvertreter Berthold Abbenhaus, Heinz-Georg Schulze Kalthoff, Markus Wernsmann sowie Ludger Paschert als Vertreter der Nebenerwerbslandwirte. Delegierte für den Kreisverbandsausschuss sind Hendrik Deitert, Heinz-Georg Schulze Kalthoff und Martin Feldkamp.

Bei der Wahl zum Ortslandwirt einigten sich die drei Vertreter der Ortsstelle, Hubert Weßeling, Martin Weuler und Dieter Faulhaber (Arbeitnehmer), darauf, dem Amtsinhaber weitere sechs Jahre das Vertrauen zu schenken - Hubert Weßeling übt den Posten aus: "Auch wenn ich beim letzten Mal schon gesagt habe, dass es Jüngere machen sollten, stehe ich weiter als Ansprechpartner zur Verfügung."

Als Einstimmung auf die Veranstaltung mit verschiedenen Vorträgen von Experten hatte Hendrik Deitert einen Blick auf die Energiewende gewagt - und betont, dass nicht immer nur mehr Strom produziert, sondern auch eingespart werden müsse. "Photovoltaik-Anlagen sind noch nicht so ergiebig, Windkraft bringt Emissionen, bei Biogasanlagen wirft die Mais-Monokultur Fragen auf", rückte er Bedenken in den Fokus. Wenn es in Zukunft wie befürchtet trockenere Sommer gebe, sei die Frage, wer die Ernte bekomme - "die Anlagen für Energie oder die Tiere, damit wir etwas auf den Teller bekommen?" Folglich seien, so Deitert, viele Überlegungen notwendig: "Es kann eigentlich nicht sein, dass wir Nahrungsmittel vergären."



24 · 01 · 12





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