Zieleinlauf und neuer Startpunkt


Stoßen an auf eine erfolgreiche Zukunft im Jugendhaus: (von links) Sebastian Nienhaus, Anja Riering, Christine Scholz und Maike Loer vom OJA-Team sowie Kolping-Vorsitzender Jürgen van Deenen. Foto: fw
Stoßen an auf eine erfolgreiche Zukunft im Jugendhaus: (von links) Sebastian Nienhaus, Anja Riering, Christine Scholz und Maike Loer vom OJA-Team sowie Kolping-Vorsitzender Jürgen van Deenen. Foto: fw


Rosendahl. Das Ziel hat ihn während seiner gesamten Zeit in Rosendahl begleitet. "Anfang 2010 habe ich hier begonnen, jetzt haben wir den spannenden und glücklichen Tag erreicht", lächelte Sebastian Nienhaus. Ein Haus für die Offene Jugendarbeit, viel Platz für eine größere Angebotspalette - es ist geschafft, atmete der OJA-Leiter durch: "Jetzt können wir richtig durchstarten."

Mit der Einweihung der neuen Räume im Haus der Partnerschaft in Osterwick endete ein fünf Jahre langer und bisweilen schwieriger Weg. "Ich habe in meiner gesamten Amtszeit kein Projekt erlebt, das länger gedauert hat", blickte Bürgermeister Franz-Josef Niehues in der kleinen Feierstunde auf die Anfänge im Frühjahr 2007 zurück, als Jugendliche bei ihm den Wunsch nach einem Jugendhaus angemeldet hatten. Verschiedene Möglichkeiten seien geprüft und verworfen worden, dann endlich sei die Entscheidung für das Haus der Partnerschaft gefallen. "Heute können wir sagen, dass es richtig war", betonte Niehues.


Um das Gebäude im Herzen Osterwick auch im Obergeschoss wieder mit Leben füllen zu können, seien rund 100.000 Euro verbaut worden, im Erdgeschoss weitere 40.000 Euro. Hinzu seien 10.000 Euro für die Einrichtung gekommen. "Einiges war gegenfinanziert", stellte der Bürgermeister heraus - zum Beispiel durch 27.500 Euro vom Kreis und 20.000 Euro aus Sponsorengeldern. "Das gesamte Thema war sehr umstritten, aber wir haben richtig gehandelt", urteilte der Bürgermeister. "Jugendliche brauchen einen Anlaufpunkt."

Ein Gedanke, den auch Presbyter Edmund Schrage (Evangelische Kirchengemeinde) aufgriff, der Pfarrer Dirk Holtmann bei der Einsegnung unterstützte. "Jugendliche geraten manchmal auf Holzwege, sind rat- und orientierungslos", stellte Schrage fest. "Dann brauchen sie Hilfe und offene Ohren - dazu kann dieses Haus mit seiner Crew beitragen."

Im Beisein von Vertretern von Vereinen, Verbänden und der Politik, der Kreishandwerkerschaft sowie Kreisjugendpfleger Michael Werremeier dankte Jürgen van Deenen, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Osterwick und Träger der Offenen Jugendarbeit, allen, die auf unterschiedliche Weise zum Gelingen beigetragen haben: "Auch denen, die uns einfach vertraut haben." Durch die neuen Räume werde nun auch das Angebot für die Kinder und Jugendlichen erweitert. Die alte Bausubstanz sei eine besondere Herausforderung gewesen, ergänzte Architekt Dieter Bußmann als zweiter Kolping-Vorsitzender und Bauleiter. Rund 3200 Arbeitsstunden seien insgesamt geleistet worden - ganz besonders lobte Bußmann dabei das Engagement von Maike Loer und Sebastian Nienhaus aus dem OJA-Team.

Mit erweiterten Zeiten in allen Ortsteilen, mehr Quantität, aber auch mehr Qualität wollen Maike Loer, Christine Scholz und Sebastian Nienhaus nun für die Jugendlichen durchstarten. Nicht zuletzt deshalb sei es ein guter Tag, wie Ralf Steindorf (CDU) feststellte, trotz aller Probleme im Vorfeld: "Das Thema hat politisch tiefe Wunden gerissen - aber die, die dafür eingestanden sind, halten immer den Rücken gerade."



05 · 02 · 12





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