Tafel und Kreide haben ausgedient


Die Verbundschule hat ein sogenanntes Activeboard für ihren neuen Biologieraum bekommen. Lehrerin Birgit Kaup hat es zusammen mit der Klasse 7b bereits ausprobiert. Foto:jd
Die Verbundschule hat ein sogenanntes Activeboard für ihren neuen Biologieraum bekommen. Lehrerin Birgit Kaup hat es zusammen mit der Klasse 7b bereits ausprobiert. Foto:jd


Rosendahl. In Windeseile lässt Biologielehrerin Birgit Kaup eine komplizierte Grafik über Blutgruppen an der Tafel entstehen. Sie fügt kleine Schaubilder und einen Text hinzu. Doch das alles hat sie nicht ihrem künstlerischen Talent im Umgang mit der Kreide, sondern ihrem technischen Verständnis zu verdanken. Schulleiter Axel Barkowsky klärt auf: "Wir haben in unserem neuen Biologieraum ein Activeboard installiert."

Nun hängt vor der Klasse ein großer weißer Bildschirm, der ein interaktives Arbeiten möglich macht. "Lehrer können ihre Arbeitsblätter auf ihrem Laptop vorbereiten, ihn dann dort anschließen und das Unterrichtsmaterial direkt an die Wand werfen." Die Schüler könnten dann ihrerseits selbst Eingaben machen, mit einer Art Stift Ergänzungen vornehmen, Lösungen direkt eintragen. "Wir haben den Raum nach neuesten Standards eingerichtet und ein solches Board gehört definitiv dazu", freut sich Axel Barkowsky. "In 20 Jahren wird wahrscheinlich niemand mehr von einer klassischen Tafel sprechen", wagt er einen Blick in die Zukunft.


Das Board ist zudem universell einsetzbar. "Alle Fächer können davon profitieren. Es ist zum Beispiel perfekt für die Geometrie." Rechtwinklige Dreiecke müssten nicht mehr langwierig an die Tafel gemalt werden. "Man kann sie dann sogar direkt mit einem Klick drehen und spiegeln. Das macht vieles einfacher im Unterricht." Vokabeln in Englisch könnten leichter gepaukt werden, wenn man nur die Lösung schnell aufblenden müsse, Kreuzworträtsel seien zur Abwechslung auch mal möglich. "Außerdem können die Lehrer auch unkompliziert kleine Filmsequenzen einspielen", setzt Axel Barkowsky die Liste der Vorteile fort.

Zugang zu dem Activeboard hat aber nicht nur die jeweilige Biologieklasse. "Wenn gerade kein Biologieunterricht ist oder die Klasse das Board gerade nicht braucht, dann können es auch andere Klassen nutzen."

Im Vorfeld gab es für die Nutzung Fortbildungen für die Lehrer. "Von ganz allein erklärt sich die Handhabung nicht", so der Schulleiter. In dem Lehrertisch vor der Klasse ist ein weiterer kleiner Bildschirm eingelassen an dem das Board leicht bedient werden kann. "Als erstes trauen sich die technisch etwas versierteren Kollegen ran", erzählt er mit einem Augenzwinkern. "Der Umgang muss sich auch erst einmal ein wenig einspielen." Dennoch zeige sich schon jetzt, dass die Investition sich gelohnt habe. "Die Schüler sind viel motivierter, alle wollen dort vorne stehen und mitmachen." Und weil das so sei, ist ein weiteres Activeboard in Planung. "Als nächstes bauen wir den Physikraum aus. Auch dort wollen wir ein solch interaktives Gerät haben." Eine Investition in die Zukunft, wie Axel Barkowsky es nennt.



07 · 02 · 12





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