250 000 Euro für Dachausbau


Die bislang nicht nutzbare Fläche unter der Dachschräge steht künftig in vollem Umfang zur Verfügung. Das schafft rund 80 zusätzliche Quadratmeter.Foto:
Die bislang nicht nutzbare Fläche unter der Dachschräge steht künftig in vollem Umfang zur Verfügung. Das schafft rund 80 zusätzliche Quadratmeter.Foto:
(oh)


Greven - Das Dach der Josefschule im Grevener Westen muss in Teilen ohnehin saniert werden. Was lag näher, als die Baumaßnahme zu nutzen, um zugleich mehr Platz für die Kinder zu schaffen? Für diese Idee, ausgeheckt von Anja Haase vom städtischen Gebäudemanagement, bekam sie im im Schulausschuss breite Unterstützung. Die Lokalpolitiker segneten die Pläne einstimmig ab. Im Haushalt sind für den Umbau 250 000 Euro eingeplant.

Im Kern sieht der Plan vor, das Dach deutlich anzuheben und so die Drempelhöhe auszuweiten, so dass der bislang nicht nutzbare Platz unter der Dachschräge künftig in vollem Umfang nutzbar sein wird. Davon profitiert insbesondere der OGS-Bereich der Schule. Der ist in eben jenem Gebäudeteil untergebracht, der bislang aufgrund der schlechten Nutzbarkeit des Obergeschosses mit arg begrenzten Räumlichkeiten auskommen muss. Durch die Angleichung der Dachhöhe an das Niveau der angrenzenden Gebäudeteile wächst die nutzbare Fläche im Obergeschoss von derzeit 110 auf künftig 187 Quadratmeter. Das wiederum macht es möglich, die Zahl der OGS-Plätze von derzeit 75 auf 90 zu erhöhen - was angesichts der rasant steigenden Nachfrage (sh. Bericht auf Lokalseite 1) vom Schulausschuss sehr wohlwollend aufgenommen genommen wurde.


Die Bauarbeiten sollen mit Beginn der Sommerfeien starten - werden jedoch zum Schuljahresbeginn 2012/ 2013 nicht abgeschlossen sein. „In sechs Wochen kriegen wir die ganze Geschichte nicht über die Bühne“, verdeutlichte Haase. Der Innenausbau werde sicher erst im Herbst diesen Jahres in Angriff genommen werden können. Noch unbeantwortet ist die Frage, wo die OGS während der Bauphase unterkommen wird. Eine Gruppe wird vorübergehend in anderen Räumen untergebracht werden müssen - wo, ist noch unklar.

Ohne Auswirkungen bleibt die Ausweitung der OGS-Räume auf den übrigen Schulbetrieb. Seit langem klagt die Schule auch über zu beengte Platzverhältnisse im regulären Unterrichtsbetrieb. Mehr Platz für Klassen- und Fachräume zu schaffen ist - wenn überhaupt - nur durch einen Anbau möglich, der auf Kosten des Schulhofes gehen würde.

VON OLIVER HENGST, GREVEN


02 · 02 · 12





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