GEMA macht vor Nikolaus nicht Halt

Metelen - An der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) kommen Organisatoren größerer Veranstaltungen nicht vorbei. Die Gesellschaft macht auch vor dem Nikolaus nicht halt, wie der Verein feststellen musste. „Am 3. Februar diesen Jahres bekamen wir Post über eine GEMA-Gebühr. 58,10 Euro sollten wir zahlen für einen Umzug plus Platzkonzert“, berichtete der erste Vorsitzende des Vereins, Josef Sunder am Freitag bei der Generalversammlung. Damit war der Marsch des Nikolauses von der Turnhalle bis zum Rathauskonzert gemeint.

„Als Platzkonzert bezeichnete sie wohl die kurze Musikeinlage des Kinderchors“, so Sunder. Der Vorstand war nicht bereit, diese Kosten zu bezahlen und setzte sich mit Bürgermeister Helmut Brüning zusammen. Sunder: „Er versprach uns, die Gesellschaft bezüglich des Falles zu kontaktieren.“ Und das tat er. Die Gebühr wurde erlassen und dem Verein eine Gutschrift über den Betrag ausgestellt.


Doch das war noch nicht das Ende der Angelegenheit. Ein paar Wochen später hatte der Nikolausverein erneut Post im Briefkasten: Eine Rechnung über 12,63 Euro für den Nikolausumzug. Dieses Mal entschloss sich der Vorstand, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Mit Erfolg. Die GEMA schickte eine Gutschrift über den geforderten Betrag und erklärte zudem, dass „Nikolauslieder vor der GEMA geschützt seien“, berichtete Sunder. Die Kosten für den Rechtsanwalt spendete ein Nikolausfreund.



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