Einhaken und mitschunkeln

Senioren feiern Karneval


Volles Haus: Der Elferrat des Stadtjugendrings und die vielen Akteure freuten sich über die gut gefüllten Zuschauerreihen.Foto:
Volles Haus: Der Elferrat des Stadtjugendrings und die vielen Akteure freuten sich über die gut gefüllten Zuschauerreihen.Foto:
(Irmgard Tappe)


Ochtrup - Schon draußen vor der Eingangstür zum DRK-Zentrum waren die Schunkellieder der Blaskapelle Gust nicht zu überhören. Drinnen im Saal herrschte großer Andrang. Der Elferrat des Stadtjugendrings hatte am Sonntagnachmittag zum Seniorenkarneval eingeladen. „Muffige Gesichter bitte an der Garderobe abgeben“, rief Zeremonienmeister Daniel dann auch gleich zu Beginn ins Mikrofon, als er die närrische Hausordnung verlas, die für viel Heiterkeit sorgte.

Obwohl die Senioren auf närrische Kostümierungen verzichteten, hatten sie jede Menge gute Laune mit ins DRK-Zentrum gebracht. Prinzessin Nina führte das närrische Zepter allerdings alleine, denn Prinz Thomas war krankheitsbedingt verhindert. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.


Mit einem dreifach kräftigen „Ochtrup Buäh“ hieß Sitzungspräsident Patrick alle im Saal willkommen. „Heute Nachmittag wird einiges für die Lachmuskeln geboten“, kündigte er ein buntes närrisches Programm an.

Den Anfang machte das Tanzmariechen der „Roten Husaren“ aus Neuenkirchen mit einem herzerfrischenden Solo-Showtanz. Graziös bewegte sich die Kleine auf dem Parkett und erntete mit ihrem Auftritt viel Applaus.

Eine Menge Zeit hatte Bauer Heinrich Schulze-Brömmelkamp aus Kattenvenne mitgebracht. 45 Minuten plauderte er teilweise recht pikante Details aus seinem Eheleben mit Gattin Erna aus. Auch wenn der Haussegen bei Schulze-Brömmelkamps häufig eine Schieflage hat - den Urlaub in Griechenland lassen Heinrich und Erna sich nicht nehmen. „Mein Geld ist ja schon da“, spielte Heinrich auf den Rettungsschirm an.

Närrisch gefärbt waren auch die Grußworte von Pastor Josef Wichmann, Bürgermeister Kai Hutzenlaub und Bernd Ahlmann, Vorsitzender der IG Senioren. Während Ahlmann Beamte aufs Korn nahm, gab Wichmann die Empfehlung: „Willst Du leben ohne Plage, kauf Dir lieber einen Hund.“

Hutzenlaub nickte zustimmend und ging in seiner satirischen Büttenrede auf den vollen Terminkalender eines stets geplagten Bürgermeisters ein. Ob beim Preiskampf der Kaninchenzüchter, beim Imkertreff oder auf dem Schützenball, stets ist der erste Mann der Stadt vor Ort. „Ganz egal und einerlei, immer ist die Stadt dabei“, so das Fazit des Verwaltungschefs.

Und so jagte ein närrischer Auftritt den nächsten. Zwischendurch blieb für die Senioren noch Zeit, sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken. Als Nachschlag gab es ein „Dinner for one“. Während Miss Sophie und Butler James für Heiterkeit im Saal sorgten, standen der Förderkreis Kinderkarneval und das Dreigestirn bereits in den Startlöchern. Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt der „XXL-Boys“ des Schützenvereins Horst und Wall, die sich für das Publikum tänzerisch mächtig ins Zeug legten. Eine reichlich bestückte Tombola hielt schließlich eine Menge Gewinne für die Senioren bereit. Logisch, dass es bei der Preisverleihung viele strahlende Gesichter gab.



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