Kultur und die Demografie


Fachbereichsleiter Thorben Winter (Mitte) hatte Referenten und Moderatoren der Fachtagung um sich versammelt, die sich mit dem Thema „Kultur im demografischen Wandel“ beschäftigten.
Fachbereichsleiter Thorben Winter (Mitte) hatte Referenten und Moderatoren der Fachtagung um sich versammelt, die sich mit dem Thema „Kultur im demografischen Wandel“ beschäftigten.
(Foto: Nienhaus)


Rheine. Wie reagiert die Kultur auf den demografischen Wandel? Welche Herausforderungen ergeben sich aus einer immer älter werdenden Gesellschaft für die Kulturschaffenden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich am Donnerstag eine Fachtagung mit 65 Teilnehmern aus der gesamten Region im Kloster Bentlage. „Mit der Resonanz bin ich sehr gut zufrieden“, meinte der Fachbereichsleiter Kultur, Thorben Winter, der auch Geschäftsführer der Kloster GmbH ist.

Die Tagung sollte den Auftakt zu einer Reihe ähnlicher Veranstaltungen darstellen, für die das Kloster nach Meinung Winters den idealen Rahmen hergibt. „Wir knüpfen ein wenig an die Bentlager Gespräche an, die es früher hier gegeben hat“, sagte der Klostergeschäftsführer, der damit einen gewissen neuen Akzent setzen wollte. „Wir verfolgen dabei auch einen gewissen Anspruch, denn hier soll es nur erstklassige Tagungen geben“, fügte er hinzu.


Dass der demografische Wandel einen enormen Anspruch an die Kulturschaffenden erhebt, hat man auch in Rheine zu spüren bekommen. „Einfach nur die Uhrzeiten bestimmter Veranstaltungen zu verändern, reicht beileibe nicht“, meinte Winter. Wenn man älteren Menschen mit einem Kulturangebot entgegen kommen wollte, bedürfe es schon größerer Fantasie.

So berichteten zwei Referenten aus Düsseldorf von ihren Erfahrungen mit einem Kreis von „Key Workern“ am Museum Kunst-Palast. Hier handelt es sich um eine Gruppen von Freiwilligen, die selber der Altersgruppe der Älteren angehören und sich ganz nach ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten in die Museumsarbeit einbringen. „Sie funktionieren dann als eine Art Schlüssel zu ihrer Altersgruppe, das heißt: sie stellen viele Kontakte her“, erläuterte Michael Dimitrov, der sich im Kulturamt Düsseldorf um dieses Thema kümmert.

VON PAUL NIENHAUS


18 · 03 · 10





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