Das Ziel heißt: „1000 Bälle bis zum Endspiel“


Immer am Ball, doch jetzt mit seinen Kräften am Ende: der zurückgetretene DTU-Präsident Reinhold Hemker.
Immer am Ball, doch jetzt mit seinen Kräften am Ende: der zurückgetretene DTU-Präsident Reinhold Hemker.


Rheine. „Ich für dich und du für mich, sag´ doch wir, vergiss´ das nicht ... Kenako - celebrate humanity ...“ hallte es aus der Aula der Annetteschule. Grund dafür war der Aktionstag unter dem Thema „Wir und die WM in Südafrika - Fußball und Kinderarbeit“. Gebannt und voller Aufmerksamkeit schauten die Schüler der Annetteschule zu einem Mann im giftgrünen T-Shirt, der tanzte, sang und die Kinder zum Mitmachen animierte. Es war Reinhold Hemker, Vorsitzender der AG „Solidarische Welt“. Auf spielerische Weise gelang es ihm, den Kindern die Welt Afrikas nahe zu bringen. Er bastelte mit den Schülern afrikanische Fußbälle aus Plastiktüten und Sand und stellte mit ihnen ein afrikanisches „Tor“ her, um auf die Lebenswirklichkeit der südafrikanischen Kinder und die Frage nach fairem Handel, speziell nach fair gehandelten Fußbällen aufmerksam zu machen.

Hemker machte die wissbegierigen Kinder fit für die WM, indem er unter anderem eine Karte von Südafrika präsentierte, auf der alle Spielorte der WM zu finden sind. „Es ist wichtig zu wissen, wo die Spiele stattfinden“, sagte Hemker. „Fair play for fair life - ich für dich, du für mich! Alle müssen füreinander einstehen“, betonte er.



Reinhold Hemker.
Reinhold Hemker.
(Fotos: nw)


„Ich bin fasziniert, wie viel die Kinder von der Annetteschule wissen. Sie steigen sofort ein, singen und tanzen“, freute er sich. „Mir war es wichtig, einfache Lieder zu singen. Die Kids sollen das Gefühl haben: Ich kann das auch. Afrika ist gar nicht so kompliziert“.


„Fair play for fair life“ hieß ...
„Fair play for fair life“ hieß ...
(Fotos: nw)


Die Idee für den Aktionstag ist durch das Thema „Fußball“ entstanden. „Fußball ist so beliebt - natürlich auch an unserer Schule“, sagte Anne Stratmann, Lehrerin an der Annetteschule. „Im Unterricht haben wir das Thema „Afrika“ behandelt. Den Kindern soll bewusst werden, wo die vielen Fußbälle herkommen, nämlich aus Ländern wie Pakistan und Afrika, in denen die Bälle von Kinderhand gefertigt werden. Wir wollten unseren Schülern den Unterschied zwischen ihrem und dem Leben afrikanischer Kinder verdeutlichen“, sagte sie.


die Aktion mit ...
die Aktion mit ...
(Fotos: nw)


Ziel des Aktionstages soll es unter anderem sein, so viele fair gehandelte Bälle wie möglich zu verkaufen. „Die Fußbälle sind nicht von Kindern hergestellt worden“, garantierte Hemker.

„300 Stück haben wir bereits verkauft. Bis zum Endspiel sollen es dann 1000 sein“, äußerte er einen Wunsch. „Fairer Handel muss dabei rumkommen. Die WM ist nun der Aufhänger dafür“, nannte Lehrerin Christa Winkelhaus ein weiteres Ziel des Aktionstages.

Bis zu zehn weitere Schulen in Rheine und Umgebung wird Hemker in den nächsten Wochen besuchen und die Schüler in den Themen Afrika und WM fit machen. Die Weltmeisterschaft kann also kommen ... Ich für dich, du für mich ...

VON NINA WICKEL


07 · 06 · 10





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