„Grabenkämpfe für den Machterhalt“


Wo wird die Koordinierungsstelle des Stadtmarketings Rheine mit seinen unterschiedlichen Aufgaben künftig angesiedelt? Die Frage beantworten zumindest externe Gutachter eindeutig: bei der EWG im Sträterschen Haus.
Wo wird die Koordinierungsstelle des Stadtmarketings Rheine mit seinen unterschiedlichen Aufgaben künftig angesiedelt? Die Frage beantworten zumindest externe Gutachter eindeutig: bei der EWG im Sträterschen Haus.
(Fotos: Rapreger)


Rheine. Fehlende Gesamtstrategie, unprofessionelle Leistungen einiger Akteure, unzureichende Abgrenzung der Aufgabenbereiche, wenig Effizienz, Grabenkämpfe für den Machterhalt - das sind nur einige der Ergebnisse eines Gutachtens zur aktuellen Situation des Rheiner Stadtmarketings, das unserer Zeitung vorliegt. Seit rund eineinhalb Jahren wird hinter den Kulissen an einer Neuorganisation des Stadtmarketings gearbeitet.

Beteiligt sind neben der Stadt, dem Verkehrsverein, der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) und der Politik noch weitere Institutionen, beispielsweise der Naturzoo oder das Kloster Bentlage. Als externer Berater ist das Marketingbüro Frauns aus Münster eingeschaltet worden. Die unabhängigen Experten haben in den vergangenen eineinhalb Jahren Gespräche mit den unterschiedlichen Akteuren geführt und den Status quo untersucht - und jetzt ein Gutachten mit einer klaren Handlungsempfehlung präsentiert.


Demnach soll die dezentrale Struktur mit den fünf Geschäftsfeldern Stadtwerbung (Stadt Rheine), Standortmarketing (EWG), Citymanagement (EWG), Tourismus und Freizeit (Verkehrsverein) sowie Veranstaltungsmanagement (Verkehrsverein) beibehalten werden. „Dabei wird jedoch eine enge und verbindliche Abstimmung und Kooperation zwischen den Geschäftsfeldern und den zuständigen Institutionen eine zwingende Notwendigkeit sein“, heißt es in dem Gutachten. Diese Aufgabe soll eine Koordinierungsstelle übernehmen. Gleichzeitig sei eine klare Definition der Geschäftsfelder erforderlich.

Die Gründung einer neuen Gesellschaft für Stadtmarketing schließen die Gutachter genauso aus wie die Fusion verschiedener Einrichtungen. In verschiedenen Gesprächen hätten die unterschiedlichen Akteure zwar stets betont, dass eine klare Führung und Koordination beim Stadtmarketing fehle und eine Beibehaltung des Status quo mit einer Abstimmung im Arbeitskreis Marketing abgelehnt, auf eine gemeinsame Lösung hätten sie sich indes nicht einigen können, heißt es im Gutachten. Während die Bürgermeisterin und der Verkehrsverein die Koordinierungsstelle unbedingt im Rathaus sehen wollten, schlage die EWG vor, diese bei sich im Sträterschen Haus unterzubringen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Münsterländischen Volkszeitung

VON JENS KAMPFERBECK


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