Rheine. Zuerst dachte Marietheres Rudolph-Meier an die Aktion eines Kindes, als sie beim Sonntagsspaziergang an der Ems eine Plastikflasche mit einem Schriftstück am Ufer unweit der Delsenbrücke entdeckte. „Ich dachte, da hat ein Kind eine Flaschenpost aufgegeben und wartet jetzt sehnsüchtig auf Antwort“, sagte sie. Von daher nahm sie die Flasche an sich und öffnete sie zu Hause. „Was ich dann las, hat mich dann doch sehr berührt“, erzählte sie.
„Hallo mein Lebensretter“, begann der Brief, der ganz offensichtlich von einem Erwachsenen verfasst worden war. Der Autor habe sich entschieden diesen Brief zu schreiben, auch wenn er wisse, dass er den Adressaten nicht erreichen werde. „Weder Deine Angehörigen noch Du werden diesen Brief lesen können, denn ich bin es, bei dem Dein Herz seit dem 10. Dezember 2011 weiterschlägt und mir so ein neues Leben ermöglicht“, heißt es weiter.