Saerbeck - Heute wird mit dem Sturm der Narren aufs Rathaus die heiße Phase des Karnevals eingeläutet. Und es werden wieder die Kronkorken zischen und die Pinnchen herum gehen. Dann treffen auch Alkohol und Jugendliche zusammen. Wie wird das Thema Alkohol in Saerbecker Jugendverbänden eingeschätzt? Um diese Frage zu beleuchten, hat sich die WN beim jüngsten Treffen des Arbeitskreises (AK) Jugend, dem Dachverband der Jugendverbände und -einrichtungen im Dorf, dazu gesetzt. Einige Tage zuvor hatte der AK Jugend eine Gruppenleiterfortbildung zum Thema durchgeführt.
In der täglichen Arbeit, den Gruppenstunden und Aktionen sehen die AK-Mitglieder kaum Berührungspunkte mit dem Thema Alkohol. Die Aussage ist eindeutig: „Wenn einer unter 16 Jahre ist, darf der bei der Kolpingjugend kein Bier trinken“, sagt zum Beispiel Anna-Lena Leiting. Und von der Jugendfeuerwehr heißt es: „Bis 16 Jahre gibt es gar nichts.“ Florian Bücker (Kolping) unterstreicht: „Im Verein habe ich als Leiter die Aufsichtspflicht“. Auf das Alter der Gruppenmitglieder achten, merken, wenn jemand unter 16 Jahren schon einmal mit Alkohol in Berührung gekommen ist, das hält Anna-Lena Leiting für wichtig. Der Einstieg ins Trinken ist nicht selten mit 14 Jahren schon passiert, so die Erfahrung der ehrenamtlichen Jugendarbeiter.