„Sprungbrett“ bietet Chance


Die Steuerungsgruppe des Projektes „Sprungbrett“ lud zu einem Info-Nachmittag ein, der Möglichkeiten zum Mitmachen und Mitdenken im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfeprojektes bot.Fotos:
Die Steuerungsgruppe des Projektes „Sprungbrett“ lud zu einem Info-Nachmittag ein, der Möglichkeiten zum Mitmachen und Mitdenken im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfeprojektes bot.Fotos:
(Annette Metz)


Sendenhorst - Das Projekt „Sprungbrett“ geht in diesen Tagen in das dritte und damit auch letzte Projektjahr. Und dennoch gibt es noch viele offene Fragen im Zusammenhang mit diesem Projekt, das die Vereine „Beweggründe“ und „FIZ“ Sendenhorst und Albersloh ins Leben gerufen haben, und das von der „Aktion Mensch“ unterstützt wird. Das stellte sich bei der Informationsveranstaltung heraus, zu der „Beweggründe“ und „FIZ“ ins Haus Siekmann eingeladen hatten. Vor allem Erzieherinnen aus den Kindergärten in Sendenhorst und Albersloh, aber auch Vertreter der örtlichen Parteien nahmen daran teil, um sich über Aufgabenstellung, Entwicklung und Planungen des Projektes informieren zu lassen.

Die Fäden hielten an diesem Nachmittag, der zu aktiver Teilnahme, oder auch nur zum Zuhören einlud, die Projektsteuerungsgruppe mit Inge Plassmann, Andrea Wrona, Eileen Kunstleve, Denise Welke, Susanne Schiffer, Theresa Palumbo, Ute Lütke-Harmann, Simone Naber, Mechthild Krämer, Hubert Bisping und Andrea Schulze in der Hand.


Das Projekt „Sprungbrett“ soll Kindern mit besonderem Förderbedarf in den Bereichen Wahrnehmung, Bewegung, Erleben, Verhalten, die aus Familien kommen, denen es auf Grund erschwerter Lebensbedingungen schwer fällt, die Notwendigkeit zu erkennen, dass ihre Kinder Unterstützung brauchen, oder sie aktiv zu unterstützen, bis zum Eintritt in die Schulzeit zu fördern. Es wird eine psychomotorische Förderung in Kleinstgruppen angeboten. Aber auch die Eltern sollen in ihren eigenen Möglichkeiten gestärkt werden, heißt es im Projekt-Handbuch.

Wichtig sei dabei, den Förderbedarf so früh wie möglich, am besten schon im Babyalter, zu erkennen, wurde verdeutlicht. Die größten Erfolge durch psychomotorische Förderung könnten erreicht werden, je eher man die Entwicklungsstörung erkenne. Daher wird in diesem Projekt eine enge Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen angestrebt und mit Ansprechpartnerinnen in den Einrichtungen eng gestaltet.

Schon in der ersten Aktion des Nachmittags, in der die Anwesenden anhand von konstruierten Fallbeispielen einschätzen sollten, ob es sich jeweils um Kandidaten für das Projekt „Sprungbrett“ handelte, zeigte schnell, dass es nicht einfach ist, den entsprechenden Förderbedarf eines Kindes zu erkennen. Und zusätzlich wurde an diesem Nachmittag deutlich, dass der organisierte, regelmäßige Kontakt mit den Erzieherinnen der Projektkinder sehr wichtig ist, damit die Förderarbeit auch in den pädagogischen Alltag in den Kitas integriert werden kann.

Das Projekt ist darauf ausgelegt, auch nach Abschluss der dreijährigen Projektphase weitergeführt zu werden. „Beweggründe“ und „FIZ“ möchten Sendenhorst zur Projektstadt machen, um so mit den Prinzipien Stärken- und Handlungsorientierung, Selbstwert- und Beziehungsorientierung sowie Kommunikationsorientierung die Integration der Projekt-Kinder und der Familien in den pädagogischen Prozess zu gewährleisten.

VON ANNETTE METZ, SENDENHORST


05 · 11 · 10





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