Familienschätze entdecken


Dr. Oliver Gradel und Dr. Silke Köhn begutachten in einer Kunstsprechstunde altes Porzellan.
Dr. Oliver Gradel und Dr. Silke Köhn begutachten in einer Kunstsprechstunde altes Porzellan.


Warendorf - „Familienschätze entdecken“ lautet das Motto einer Veranstaltung im Schmeddinghoff-Haus an der Oststraße. In Anlehnung an die erfolgreiche Fernsehsendung „Kunst und Krempel“ haben nun auch Interessierte aus Warendorf die Möglichkeit, Gemälde, Grafiken, Porzellan, Glas und Silber bestimmen lassen. Am 30. und 31. Januar (Samstag und Sonntag) stehen dafür Dr. Silke Köhn und Dr. Oliver Gradel aus Beverungen als Experten zur Verfügung. Die Kunsthistoriker haben 2002 in Düsseldorf ein Unternehmen für Kunstdienstleistungen gegründet, mit dem sie vor einem Jahr nach Beverungen im Weserbergland übersiedelten.

Der Kunstsammler, der seine Sammlung wissenschaftlich inventarisieren lassen möchte, wird von ihnen ebenso betreut, wie derjenige, der etwas über den Wert eines geerbten Sofabildes oder das Alter von Omas Geschirr wissen möchte. In Warendorf haben die beiden bereits den Nachlass im Schmeddinghoff-Haus inventarisiert. Auch für zukünftige öffentliche und museale Nutzungskonzepte des Hauses stehen sie beratend zur Seite. So befindet sich eine Broschüre über das Schmeddinghoff-Haus und Professor Anton Schmeddinghoff derzeit in Vorbereitung.


Meistens sind es ältere Personen, die sich um Rat und Auskunft an die Kunstexperten wenden. Sie möchten das, was sich im Laufe eines langen Lebens angesammelt hat, ordnen und wissen, wie mit wertvollen und vielleicht nicht ganz so wertvollen Stücken zu verfahren sei, beispielsweise wenn ein Umzug ins Seniorenheim bevorsteht oder wenn für eine gerechte Erbteilung gesorgt werden soll. Auch für Gutachten und Inventare, in Versicherungs- und Restaurierungsfragen oder wenn etwas verkauft werden soll, stehen Dr. Gradel und Dr. Köhn zur Verfügung. In fast allen Fällen läuft es natürlich auch auf die Frage hinaus, wie viel ein Gegenstand wert ist - eine Frage, die in den von Museen angebotenen Kunstsprechstunden nicht beantwortet wird. Sie kann jedoch erst am Ende einer Begutachtung stehen.

Zuerst ist die Frage zu klären: Ist das Stück wirklich das, was es vorgibt zu sein? Handelt es sich beim Genregemälde wirklich um ein Bild des 17. Jahrhunderts oder ist es eine Kopie des 19. Jahrhunderts oder gar eine Reproduktion des 20. Jahrhunderts? Stammt der Sekretär im Stil des Rokoko wirklich aus dem 18. Jahrhundert, ist es Neorokoko aus dem 19. Jahrhundert oder ein Stilmöbel der 60er Jahre? Erst wenn Entstehungszeit, Herkunft und Künstler eingegrenzt sind, ist eine materielle Bewertung möglich.

Zur Kunstsprechstunde ist eine Anmeldung erwünscht, da Einzeltermine vergeben werden. Die Begutachtung ist für bis zu drei Gegenstände pro Person kostenlos. Die Kunstsprechstunde findet am 30. und 31. Januar (Samstag und Sonntag) jeweils von 11 bis 18 Uhr im Schmeddinghoff-Haus, Oststraße 45, statt. Anmeldungen sind möglich unter ' 0 52 73/36 61 21.



12 · 01 · 10





AZ-KONTAKTE
Abonnements
(0 25 41) 92 11 39
Anzeigen
(0 25 41) 92 11 32
Redaktion
(0 25 41) 92 11 51
AZ-Pressehaus
Rosenstr. 2, 48653 Coesfeld, (0 25 41) 921-0
Billerbecker Anzeiger
Lange Str. 8, 48727 Billerbeck, (0 25 43) 23 14-0
Gescherer Zeitung
Kirchplatz 2, 48712 Gescher, (0 25 42) 93 04-0


MÜNSTERLAND
SPORTMELDUNGEN
MELDUNGEN AUS NRW


© Allgemeine Zeitung - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette