Gegen Alkohol für Kinder und Jugendliche

Keine Kurzen für die Kurzen


Aktiv gegen Alkohol für Kinder und Jugendliche: (v. l.) Wilhelm Philippi (Polizei), Holger Niemeyer (Ordnungsamt), Wolfgang Rüting (Kreisjugendamt), Bürgermeister Jochen Walter, Stadtjugendpfleger Klaus Brake und Dieter Wohlgemuth (Polizei).
Aktiv gegen Alkohol für Kinder und Jugendliche: (v. l.) Wilhelm Philippi (Polizei), Holger Niemeyer (Ordnungsamt), Wolfgang Rüting (Kreisjugendamt), Bürgermeister Jochen Walter, Stadtjugendpfleger Klaus Brake und Dieter Wohlgemuth (Polizei).


Warendorf - Auch 2012 heißt es in Warendorf wieder: „Keine Kurzen für Kurze“. Die Stadt Warendorf ist bereits zum vierten Mal im Vorfeld des Rosenmontagszugs gemeinsam mit dem Kreis Warendorf und der örtlichen Polizei an dieser Aktion beteiligt.

„Der Erfolg rechtfertigt auch in diesem Jahr eine Neuauflage der Aktion“, so Bürgermeister Jochen Walter. In den beiden vergangenen Jahren wurde festgestellt, dass die Anti-Alkohol-Werbung Früchte trägt: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die im Karneval durch Alkoholkonsum auffielen, ist rückläufig. „Wir mussten in Warendorf in den vergangenen beiden Jahren niemanden in die Schutzstelle bringen“, erklärt Wolfgang Rüting, Leiter des Kreisjugendamtes.


Das sei aber kein Grund sich auszuruhen, sind sich alle Beteiligten einig. Nach wie vor seien Alkohol und „Koma-Saufen“ leider ein Thema - und das nicht nur im Karneval.

Deshalb werden die Polizei und das Ordnungsamt der Stadt auch in diesem Jahr am Rosenmontag wieder verstärkt im Straßenkarneval unterwegs sein. Gemeinsame Fußstreifen werden am Rande des Rosenmontagszuges Gruppen, einzelne Kinder und Jugendliche ansprechen. Bei Verdacht auf hochprozentige Getränke, werden sie kontrolliert. Dabei kommen bewährte Teststreifen zum Einsatz, die sofort ein Ergebnis zeigen. Wo Alkohol nachgewiesen wird, wird er eingezogen oder an Ort und Stelle ausgegossen.

Im Vorfeld des Rosenmontagszuges stehen Besuche bei Verkaufsstellen und Treffs von Jugendlichen an. Bereits seit der Prinzenproklamation haben Gastwirte und Verkaufsstellen Infomaterial bekommen. Auch dort stoßen Polizei und Stadt mit ihrem Anliegen auf offene Ohren.

Beider Kreisverwaltung an der Waldenburger Straße wird am Rosenmontag wieder eine Schutzstelle eingerichtet. Dort können alkoholisierte Kinder und Jugendliche aufgenommen und von medizinischen Fachkräften versorgt und betreut werden. Anschließend werden sie den Eltern übergeben. Und ein eingehendes Gespräch über ihr Verhalten bekommen sie auch mit auf den Weg. Im schlimmsten Fall werden stark alkoholisierte Jugendliche ins Krankenhaus gebracht.

Polizei und Stadtverwaltung appellieren an Eltern und Erwachsene beim Thema Alkoholkonsum und Umgang mit hochprozentigen Getränken im positiven Sinn Maßstäbe zu setzen und ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden.



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