Warendorf - Den Rittberger üben oder einfach nur auf schmalen Kufen übers Eis gleiten - dieses Vergnügen ist ab sofort in Warendorf möglich - und zwar ohne die Gefahr, in tiefes Gewässer einzubrechen. Untergrund der zehn Zentimeter dicken Eisdecke ist das Basketballfeld im Emsseepark. Es wurde mit Wasser geflutet und so in eine Eislauffläche verwandelt.
In einer Gemeinschaftsaktion wurde die rund 300 Quadratmeter (22 mal 14 Meter) große Eisfläche in den vergangenen drei Tagen aufgebaut. Hand in Hand wagten sich die Stadt Warendorf, der Baubetriebshof, die Stadtwerke, das Jugendforum und der Verein für Freizeitservice und Jugendarbeit (VFJ) aufs Glatteis. Stadtjugendpfleger Klaus Brake erklärte gestern die technische Seite: Die Einfassung ist aus Holz, für den Untergrund wurde Silofolie verwendet. Brake sprach von geringen Anschaffungskosten. Die Arbeiten übernahmen die Schreiner des Baubetriebshofes. Geflutet wurde die Fläche von den Stadtwerken, die 20 Kubikmeter Wasser zur Verfügung stellten. Dann brauchte es nur noch knackige Minusgrade, bis die Eisbahn in Betrieb genommen werden konnte. „Die derzeitige Kältewelle kam uns dabei zu gute.“