Basketballfeld wird zur Schlittschuhbahn

Hand in Hand aufs Eis


Das Eis kackt gewaltig, hält aber die Initiatoren der Schlittschuhbahn mühelos aus: Wolfgang Freye, Sascha Schlöpker, Jens Kerßenfischer (Dirk Arens fürs Foto nicht dabei), Hubert Schulze-Althoff (alle Baubetriebshof), Jürgen Brüggemann (Stadtwerke), Klaus Brake (Stadtjugendpfleger) und Oliver Bokelmann (Jugendforum). Im Vordergrund dreht Paul Schlöpker seine Runden auf dem Eis.Foto:
Das Eis kackt gewaltig, hält aber die Initiatoren der Schlittschuhbahn mühelos aus: Wolfgang Freye, Sascha Schlöpker, Jens Kerßenfischer (Dirk Arens fürs Foto nicht dabei), Hubert Schulze-Althoff (alle Baubetriebshof), Jürgen Brüggemann (Stadtwerke), Klaus Brake (Stadtjugendpfleger) und Oliver Bokelmann (Jugendforum). Im Vordergrund dreht Paul Schlöpker seine Runden auf dem Eis.Foto:
(Edler)


Warendorf - Den Rittberger üben oder einfach nur auf schmalen Kufen übers Eis gleiten - dieses Vergnügen ist ab sofort in Warendorf möglich - und zwar ohne die Gefahr, in tiefes Gewässer einzubrechen. Untergrund der zehn Zentimeter dicken Eisdecke ist das Basketballfeld im Emsseepark. Es wurde mit Wasser geflutet und so in eine Eislauffläche verwandelt.

In einer Gemeinschaftsaktion wurde die rund 300 Quadratmeter (22 mal 14 Meter) große Eisfläche in den vergangenen drei Tagen aufgebaut. Hand in Hand wagten sich die Stadt Warendorf, der Baubetriebshof, die Stadtwerke, das Jugendforum und der Verein für Freizeitservice und Jugendarbeit (VFJ) aufs Glatteis. Stadtjugendpfleger Klaus Brake erklärte gestern die technische Seite: Die Einfassung ist aus Holz, für den Untergrund wurde Silofolie verwendet. Brake sprach von geringen Anschaffungskosten. Die Arbeiten übernahmen die Schreiner des Baubetriebshofes. Geflutet wurde die Fläche von den Stadtwerken, die 20 Kubikmeter Wasser zur Verfügung stellten. Dann brauchte es nur noch knackige Minusgrade, bis die Eisbahn in Betrieb genommen werden konnte. „Die derzeitige Kältewelle kam uns dabei zu gute.“


Die Idee für eine Schlittschuhbahn wurde auf dem Jugendforum vor zwei Jahren geboren. Von Jugendliche für Jugendliche ist diese Eislaufbahn, erinnert Oliver Bokelmann als Mitverantwortlicher für das Jugendforum. Dass es im Emsseepark eine Eislaufbahn gibt, sprach sich gestern wie ein Lauffeuer in der Stadt herum. Paul Schlöpker hatte gestern Morgen als erster seine Schlittschuhe geschnürt und drehte bei Minus neun Grad Pirouetten auf dem Eis. Der Profi („Ich laufe seit 65 Jahren“) befand die Eisdecke zwar zu dünn, meinte dann aber: „Besser als in der Halle und besser als gar nix.“

Geübt sollte schon sein, wer sich auf die Eisfläche neben dem Skaterplatz wagt, denn eine Bande, um sich abzustützen, gibt es nicht.

Die Bahn kann kostenlos von jedermann genutzt werden. Das Jugendcafé @ttic bietet zudem einen kostenlosen Schlittschuhverleih. Und am Wochenende soll es auch noch Musik und warme Getränke an der Eisbahn geben.

VON JOACHIM EDLER, WARENDORF


02 · 02 · 12





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