Kreis Warendorf - Von einer Bausünde kann hier keine Rede sein. Im Gegenteil: Haus Nottbeck ist eines der besten Beispiele, wie sich regionale Baukultur mit modernen Mitteln erhalten lässt, ohne dass die historischen Wurzeln verleugnet werden. Damit bot das Bauwerk in Oelde-Stromberg am Freitagmorgen die perfekte Kulisse für einen Festakt im Zeichen der Architektur: Als siebter Landkreis trat der Kreis Warendorf dem „Bündnis für regionale Baukultur in Westfalen“ bei.
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch überreichte Landrat Dr. Olaf Gericke die Urkunde und betonte: „Architektur ist unverzichtbar für das, was man Heimat nennt. Wir wollen das Bewusstsein schärfen für die kulturelle Identität unserer Region und diese pflegen und angemessen weiterentwickeln.“ Dabei gehe es nicht darum, aus Westfalen-Lippe ein Freilichtmuseum zu machen und sich nur auf die bauliche Vergangenheit zu konzentrieren. „Es geht uns um die Neuinterpretation des Bestehenden und um die Übersetzung ins unsere heutige Zeit“, unterstrich Kirsch. „Wir wünschen uns mehr Gebäude, deren Architektur deutlich erkennen lässt, dass sie nach Westfalen gehören.“