Förderprogramm

Stipendium mit Sponsorenhilfe


Matthias Nienaber (r.) erhält eines der Deutschlandstipendien der WWU. Sein Sponsor ist Titus Dittmann.Foto:
Matthias Nienaber (r.) erhält eines der Deutschlandstipendien der WWU. Sein Sponsor ist Titus Dittmann.Foto:
(kv)


Münster - In Deutschland sollen mehr Studenten durch Stipendien gefördert werden. Doch die Mittel des vom Bundesbildungsministerium geförderten Deutschlandstipendiums werden bei weitem nicht ausgeschöpft, so stellte sich jetzt durch eine parlamentarische Anfrage heraus. Bundesweit werden 5200 Stipendien ausgezahlt, halb so viele wie möglich gewesen wären.

An den münsterischen Hochschulen sieht die Bilanz besser aus: Die Fachhochschule schöpft nach eigenen Angaben ihr Kontingent von 42 Stipendien aus, an der Universität erhalten 141 Studierende Mittel aus dem Deutschlandstipendium, so Uni-Sprecher Norbert Robers. 162 hätten maximal nach den Vorgaben des Bundes gefördert werden können.


Die Hochschulen erhalten vom Bund pro Stipendium 300 Euro, dieselbe Summe müssen sie von Sponsoren einwerben. Während die FH, als Hochschule mit traditionell sehr engen Kontakten zur mittelständischen Wirtschaft der Region nach Aussage eines Sprechers von Anfang an keine Probleme mit der Sponsoren-Akquise hatte, lief das zunächst ausschließlich vom Land NRW finanzierte Stipendien-Modell an der Uni Münster etwas schleppend an.

„Inzwischen finden sich immer mehr Stipendiengeber in der Wirtschaft und auch unter Privatleuten“, so Robers weiter. Ein Beispiel für letztere ist Bürgerpreis-Trägerin Almuth Klemer, ehemalige Chemie-Professorin der Universität Münster, die gleich mehrere Stipendien aus ihrem Privatvermögen finanziert,

Im neuen Jahr können die Hochschulen noch viel mehr Studenten mit Deutschlandstipendien fördern, die Universität Münster allein 360. „Wir setzen alles daran, dieses Ziel zu erreichen“, so Robers. Das Potenzial in der heimischen Wirtschaft sehe die Universität „noch nicht ausgeschöpft“.

Die Stipendien werden unabhängig vom Einkommen der Eltern nach Leistung und ehrenamtlichen Engagement vergeben. An der Universität werden häufig entsprechend dem Wunsch der Sponsoren, Stipendiaten in Fächern wie BWL oder Naturwissenschaften gefördert.

„Wir haben aber inzwischen Stipendien in allen Fachbereichen“, ergänzt Robers. Die Stipendiengeber stellen häufig auch Kontakt zu den von ihnen geförderten Studenten her, laden sie ein oder bieten ihnen Praktika an.

VON KARIN VÖLKER, MÜNSTER


05 · 01 · 12





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