Münster - Narhalla-Marsch? Der ist verpönt. Und Humba-Humba-Täterä gilt als Tabu. Bei „Kappe App“, dem alternativen Karnevalsvergnügen, erinnert wenig an konventionelle Prunksitzungen. Nein, von der üblichen Narretei sollte sich der Jux tunlichst abgrenzen, als die Vierer-Bande um Gründungsmitglied Manne Spitzer Anfang 1994 das Gegenmodell ausheckte. Mittlerweile kommt die Revue zum 19. Mal daher, folgerichtig haben sich die Spaßmacher das Motto „. . . in den besten Jahren“ als aktuellen Sessions-Slogan verordnet. Am Freitag feiert die neue Staffel in der einstigen „Kulturschiene“ im Hauptbahnhof Premiere.
„Frech wird es, das Programm - eins mit schönen, unterhaltsamen Nummern“, prophezeit Regisseurin Gabriele Brüning. Seit knapp einer Woche schart sie Abend für Abend das zehnköpfige Ensemble um sich, feilt an den dramaturgischen Finessen. Gemeinsam mit der hausinternen Begleitcombo probt der Stab bis in die frühen Morgenstunden.