Münster - Es sind die Kinder, die reden. Unablässig. So wie Shipe (14), die drei Jahre alt war, als ihre Familie aus dem Kosovo floh: „Wieso will man mich abschieben? Wir haben da kein Haus, keine Schule, keine Arbeit.“ Oder ihre Cousine Gizela (12), die auf die Albert-Schweitzer-Förderschule geht und später einmal Friseurin werden will. „Wir sind doch keine Tiere“, sagt sie, „seit Tagen schlafe ich nicht mehr.“
Abschiebung. Das Gespenst geht um in der Barackensiedlung zwischen Kanal und Umgehungsstraße. Die Straße dorthin hat keinen Namen, die weißen Container wirken armselig, einige sind mit Graffiti beschmiert. Hier ist Münsters Hinterhof.