Münster - Es wird wohl nicht so weit kommen, dass die Zebras den ganz in der Nähe ihres Geheges frisch aufgemalten Zebrasteifen nutzen. Für die Zoobesucher sind die weißen Querstreifen indessen sinnvoll, wenn sie mit Kind und Kegel an den Kängurus und Tigern vorbeischlendern. Denn mitten im Allwetterzoo entsteht während des laufenden Betriebes eine Großbaustelle, die laut Direktor Jörg Adler „eine logistische Meisterleistung“ verlangt. Für den neuen Elefantenpark, der 5000 Quadratmeter groß sein wird, muss jede Menge Material transportiert werden. „Über 1000 Lkw-Ladungen werden während der Bauphase bewegt“, rechnet Adler vor.
Jenseits von Afrika blicken die Brummifahrer auf Löwen und Giraffen, wenn sie über die angelegte Baustraße fahren. Für das neue Gehege der Dickhäuter sind beide Teiche zwischen den Freianlagen für Elefanten und Geparden trockengelegt worden. Der Elefantenhügel wird abgetragen, dort bekommt Bulle Alexander endlich sein eigenes Bullenhaus, der Besucherweg wird verlegt. „Was da wohl alles noch zum Vorschein kommt?“, fragt sich Adler.