Baustelle Elefantenpark

Zebrastreifen in der Nähe der Zebras


Obacht! Wer sicher im Bereich der Großbaustelle für den Elefantenpark unterwegs sein will, der sollte auf jeden Fall die Zebrastreifen im Zoo benutzen.Foto:
Obacht! Wer sicher im Bereich der Großbaustelle für den Elefantenpark unterwegs sein will, der sollte auf jeden Fall die Zebrastreifen im Zoo benutzen.Foto:
(Matthias Ahlke)


Münster - Es wird wohl nicht so weit kommen, dass die Zebras den ganz in der Nähe ihres Geheges frisch aufgemalten Zebrasteifen nutzen. Für die Zoobesucher sind die weißen Querstreifen indessen sinnvoll, wenn sie mit Kind und Kegel an den Kängurus und Tigern vorbeischlendern. Denn mitten im Allwetterzoo entsteht während des laufenden Betriebes eine Großbaustelle, die laut Direktor Jörg Adler „eine logistische Meisterleistung“ verlangt. Für den neuen Elefantenpark, der 5000 Quadratmeter groß sein wird, muss jede Menge Material transportiert werden. „Über 1000 Lkw-Ladungen werden während der Bauphase bewegt“, rechnet Adler vor.

Jenseits von Afrika blicken die Brummifahrer auf Löwen und Giraffen, wenn sie über die angelegte Baustraße fahren. Für das neue Gehege der Dickhäuter sind beide Teiche zwischen den Freianlagen für Elefanten und Geparden trockengelegt worden. Der Elefantenhügel wird abgetragen, dort bekommt Bulle Alexander endlich sein eigenes Bullenhaus, der Besucherweg wird verlegt. „Was da wohl alles noch zum Vorschein kommt?“, fragt sich Adler.


Die spektakuläre Baustelle im Herzen der bunten Tierwelt wird vom Zoo übrigens offensiv vermarktet. Im März wird ein großes Modell des zukünftigen Elefantenparks aufgestellt, wofür sich laut Adler schon allein der Zoobesuch lohnt. Ein Unternehmen stiftet einen Aussichtsturm, von wo aus die Besucher aus der Vogelperspektive auf das künftige Zuhause der Dickhäuter blicken kann. Und im Internet wird die Riesenbaustelle auch ein Thema sein. Wer auf der Homepage des Allwetterzoos die Webcam anklickt, kann den Baufortschritt genau verfolgen. Dazu wird ein Bautagebuch geführt.

Das ganze Drumherum haben Adler und sein Team um Fundraiser Christoph Nientiedt ausbaldowert, um das Bewusstsein der Münsteraner für das fünf Millionen Euro teure Großprojekt zu schärfen. Sie sollen ihre Herzen und Portemonnaies öffnen (WN, 26.1.). Gut 800 000 Euro werden benötigt.

VON RALF REPÖHLER, MÜNSTER


30 · 01 · 12





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