Standort für neue Kita gefunden


SPD-Ratsfrau Anne Hakenes und Fraktionschef Jochen Frese schlagen die Fläche im Hintergrund - zwischen Wuddi, Skateranlage und Kinderbach - als Standort für eine Vier-Gruppen-Kindertagesstätte vor. Das Grundstück ist städtisches Eigentum.Foto:
SPD-Ratsfrau Anne Hakenes und Fraktionschef Jochen Frese schlagen die Fläche im Hintergrund - zwischen Wuddi, Skateranlage und Kinderbach - als Standort für eine Vier-Gruppen-Kindertagesstätte vor. Das Grundstück ist städtisches Eigentum.Foto:
(kaj)


Münster-Kinderhaus - Hinter dem Kinder- und Jugendzentrum Wuddi in Richtung Kinderbach könnte eine neue Kindertagesstätte mit vier Gruppen errichtet werden. Aus planungs- und bauordnungsrechtlicher Sicht bestehen „keine grundsätzlichen Bedenken“ gegen die Errichtung einer Kita an dieser Stelle, teilte jetzt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien mit.

Die SPD in der Bezirksvertretung (BV) Nord hatte diesen Standort vorgeschlagen und um Prüfung und Bericht gebeten. Ausgesucht hat ihn SPD-Ratsfrau Anne Hakenes. Der Kindertagesstättenbericht 2011 der Stadt Münster prognostiziere auch für Kinderhaus steigende Kinderzahlen, so Hakenes. 23,9 Prozent der Mädchen und Jungen unter drei Jahren hätten in Kinderhaus einen Platz in einer Tageseinrichtung, 5,6 Prozent in der Tagespflege (Tagesmütter).


Ab 2013 gebe es aber einen Rechtsanspruch auf einen Platz. Allgemein werde davon ausgegangen, dass etwa 35 Prozent der Eltern darauf zurückgreifen. Sie rechne für Münster mit 50 Prozent, sagte die Kinderhauserin. Für die über Dreijährigen liege die Abdeckung in Kinderhaus bei 99,8 Prozent. Allerdings kämen Kinder, die Einrichtungen von Elterninitiativen besuchten, nicht unbedingt aus Kinderhaus, so Hakenes. Und vor zusätzlichen Überraschungen sei auch Münster nicht sicher, wie sich voriges Jahr gezeigt habe, als es auf einmal in der Gesamtstadt 750 Kinder mehr gegeben habe, als in der Bevölkerungsprognose vorhergesagt.

Händeringend sucht die Stadt Münster nach Kita-Standorten. In Kinderhaus machte sich also Anne Hakenes auf, traf sich erst mit dem Architekten des Zentrums, Joachim Pries, und anschließend mit verschiedenen Ämtern vor Ort, um die Realisierbarkeit auszuloten. Auf die positiven Signale folgte der offizielle Prüfauftrag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord.

Für SPD-Fraktionschef Jochen Frese und Anne Hakenes punktet der Standort zwischen Kinderbach und Wuddi gleich mehrfach: Das Grundstück befindet sich in städtischem Besitz. Der potenzielle Kita-Standort liegt nicht an einer Straße, sondern im Grünen. Er ist fußläufig vom Burloh, von der Kristiansandstraße und über den Idenbrockplatz zu erreichen. Eltern können auf dem Parkplatz im Zentrum parken oder in der Tiefgarage.

Hakenes: „Meine Idee wäre ein Investorenmodell. Wenn die Wohn- und Stadtbau, die im Bau von Kitas erprobt ist, das Projekt realisierte, könnte es zügig losgehen.“

Nach den positiven Signalen aus der Verwaltung werde die SPD jetzt auch noch formell den Antrag stellen, eine Vier-Gruppen-Kindertagesstätte hinter dem Wuddi zu erreichten, kündigt Jochen Frese an.

Die Skateranlage bleibt bei dem Vorentwurf, der den zweigeschossigen Baukörper an der südlichen Grundstücksgrenze platziert, unbehelligt. „Und für die Boule-Anlage lässt sich bestimmt ein neuer Platz finden“, ist Anne Hakenes sicher.

VON KATRIN JÜNEMANN, MÜNSTER


23 · 01 · 12





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