Udo Schlüter, 80 Jahre jung!


Ein Leben für den Sport: Udo Schlüter feiert heute mit Gattin Käthi seinen 80. Geburtstag. Foto: Ulrich Hörnemann
Ein Leben für den Sport: Udo Schlüter feiert heute mit Gattin Käthi seinen 80. Geburtstag. Foto: Ulrich Hörnemann


Coesfeld. Im Hause Schlüter, Akazienweg 13, ist heute der Bär los. "Das Telefon wird pausenlos klingeln", weiß Katharina Schlüter, "alle wollen gratulieren." Ehemann Udo hat seinen Ehrentag: Er wird 80! "Die richtige Feier", verrät der Jubilar, "ist aber erst am Sonntag im Valkenhof." Dann haben alle Zeit, ja, dann kommen sechs Kinder: Udo, der Älteste, Bärbel, Martina, Gabi, Thomas und Frank, der Jüngste. 14 Enkelkinder bringen sie mit und noch dazu drei Urenkel.

Udo Schlüter ist aus der Coesfelder Sportszene nicht wegzudenken. Anfang der neunziger Jahre hat er den Feriensport ins Leben gerufen. "Schlüter-Sport" sagen viele zu dieser Aktion, die bei den Kindern prima ankommt. "Eigentlich war der Feriensport nur für die Kunstturnerinnen von Raspo Coesfeld gedacht", erinnert sich Schlüter, "Freundinnen und Klassenkameradinnen wurden dann mitgebracht." Aus einem kleinen wurde bald ein großer Kreis. Mit freundlicher Unterstützung der Stadt entwickelte sich der "Schlüter-Sport" zum absoluten Renner in Coesfeld. "Mittlerweile benutzen wir im Schulzentrum sogar beide Hallen", erklärt der Chef vom Ganzen, "140 Kinder sind das Maximum." Anfangs führte er den Feriensport nur über Ostern und im Sommer durch, jetzt ebenso im Herbst. "Viele wollen auch noch im Winter kommen. "Aber einmal muss auch für uns Pause sein", bemerkt Gattin Käthi, wie er seine bessere Hälfte liebevoll nennt. "Ohne meine Frau hätte ich das alles gar nicht schaffen können", so Schlüter, "sie hat kräftig mit angepackt." Gemeinsam haben beide den Feriensport ans Laufen gebracht. "Über Ostern und im Herbst ziehen wir das Programm komplett durch", berichtet der gelernte Verwaltungsfach angestellte, "im Sommer nehmen wir die letzten zwei Wochen vor Ende der Ferien."


Wenn die Kinder an der Affenschaukel toben, am Wackelreck baumeln, über den Mattenberg klettern oder die Rollbahn herunter brettern, dann freut sich das Ehepaar Schlüter. "Haben die Kinder ihren Spaß, haben auch wir Spaß", lacht Käthi Schlüter, die vier Jahre jünger ist als ihr Göttergatte, der vor 15 Jahren den Familiensport ebenfalls auf die Beine gestellt hat. Den leiten nun seine Nachfolger, die er selber angelernt hat.

Der agile Achtziger hatte einst bei Heinrich Paschert mitgeholfen, der das Turnen in Coesfeld populär gemacht hat. "Ich habe dann eine eigene Gruppe übernommen." Den Übungsleiterschein hat er anno 1985 erworben und ist seither pausenlos im Einsatz. "Zwei Hockeygruppen leite ich auch noch in der Kreuzschule", erzählt Schlüter, "momentan habe ich bloß Jungs, Mädchen können aber auch mitmachen." Montags sind die Sechs- bis Zehnjährigen von 16.30 - 18 Uhr an der Reihe, donnerstags die Elf- bis 14-Jährigen von 17 - 18.30 Uhr.

Auch wenn ihm die dreimal operierte linke Hüfte arge Probleme bereitet, will sich Udo Schlüter nicht aufs Altenteil zurückziehen. "Ich bin fit", meint Udo `80, wie er in Anspielung auf einen alten Hit von Udo Jürgens künftig gerufen wird. "Vor Weihnachten hab´ ich noch zwei Schneeschieber beim Hagebaumarkt gekauft." Mit dem Fahrrad hat er sie transportiert. "Einen für Bärbel, einen für mich." Und sollte es doch noch schneien, wird er die weiße Pracht eigenhändig wegschieben. "Das ist Männersache und nichts für Frauen", betont der Jubilar.



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