Radsportlerinnen machen Testfahrt für Münsterland-Giro / Stärkung im Freibad / Spielregeln für Konvoi
„Hatte mit mehr Flachland gerechnet“

Billerbeck. Rennrad fahren ist schon lange keine Männerdomäne mehr. Gerne nehmen die Damen auch die Pedalen unter die Sohlen, um weite Distanzen sportlich zu überwinden. Normalerweise sind Fahrräder vor dem Freibad abzustellen. Am Samstagnachmittag gab es da mal eine Ausnahme. Die 100 Leezenheldinnen, die hier ihren Boxenstopp machten, waren da nicht zu bremsen.

Montag, 28.07.2014, 11:04 Uhr

Anlass für ihren Ausflug bot ihnen der Streckentest für den Sparkassen Münsterland Giro 2014 (3. Oktober), den dieser Veranstalter zusammen mit den Radsportfreunden Münster organisiert hatte. „Diese Übungsfahrt für Frauen ist eine Premiere“, gab Tourenbegleiter Michael Zahlten zu verstehen und ließ ferner wissen, dass es viel Sinn macht, mal in der Gruppe gestartet zu sein, „bevor man so ein Radrennen in Angriff nimmt.“ Das sei keine Kaffeefahrt, betonte er, vielmehr eine gute Gelegenheit, um sich die Spielregeln und die Handzeichen, die es beim Konvoifahren zu beherzigen gelte, zu Gemüte zu führen. Dass dieses Angebot auf große Resonanz stieß, bewies die Tatsache, dass die kostenlose Testfahrt ruckzuck ausgebucht war.

Mit dem Glockenschlag um 12 Uhr waren die Frauen in Münsters guter Stube gestartet. Die Route führte sie über Roxel, Tilbeck, Nienberge und Schapdetten durch das Stevertal zum Longinusturm in die Domstadt.

„Feine Sache“, lobte die Wolbeckerin Eva Lehmann, die sich diesem bunten Konvoi angeschlossen hatte. Aber nicht nur Rennradfreundinnen aus Münster und Umgebung waren an den Start gegangen. Da ein Streckentest wie dieser über eine Distanz von 70 Kilometern der einzige seiner Art weit und breit ist, nahmen die Teilnehmerinnen zum Teil weitere Anfahrten in Kauf. „Ich hatte eigentlich mit mehr Flachland gerechnet“, gestand Katrin Hannig aus Euskirchen in der Eifel schmunzelnd.

Die Stellvertretende Bürgermeisterin Sarah Bosse begrüßte die engagierten Leezenheldinnen im denkmalgeschützten Freibad und lud sie gleichzeitig zum Erfrischungsbad ein. Davon wurde allerdings – wohl eher aus zeitlichen Gründen – kein Gebrauch gemacht. Vielmehr dagegen vom kleinen Imbiss zur Stärkung, den Sarah Bosse zusammen mit Alfons Krause und Sandra Schürhaus von der Stadt sowie Maria Strump vom IBP an die Radsportlerinnen verteilte. Kühle Getränke, frisches Obst, heißer Kaffee und leckerer Kuchen fanden großen Anklang.

Fix ein paar Selfies und Gruppenfotos am Sprungbrett geschossen und dann saßen die Leezenheldinnen auch schon wieder im Sattel.

„Der touristische Ansatz unserer Aktion ist nicht zu verkennen. Wir zeigen den Teilnehmerinnen die Kommunen und die schöne Landschaft rund um Münster und die waren dann sicherlich nicht das letzte Mal hier unterwegs“, gab Michael Zahlten zu verstehen, bevor er wieder im Begleitfahrzeug verschwand.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2640029?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker