Ratsherr der Familienpartei kandidiert fürs Bürgermeisteramt / Mit neuem Innenstadtkonzept punkten
Der dritte Mann: Helmut Geuking

Billerbeck. Auf dem Kandidatenkarussell für die Bürgermeisterwahl, auf dem bislang Stefan Holtkamp (CDU) und Thomas Tauber (SPD) sitzen, nimmt ein dritter Platz: Helmut Geuking, Ratsherr der Familienpartei und deren Landesvorsitzender. Am 27. März soll ihn seine Partei nominieren, kündigt Vorsitzender Hubert Töllers an.

Samstag, 14.03.2015, 12:18 Uhr

Geuking kandidiert nicht zum ersten Mal für das Bürgermeisteramt. Schon 2009 hatte er seinen Hut in denRing geworfen, damals noch für die Partei SG (Soziale Gerechtigkeit), die später mit der Familienpartei fusionierte. Während es ihm damals vor allem darum gegangen sei, die Partei und ihre Ziele bekannt zu machen, um in den Stadtrat einzuziehen, rechnet sich Geuking dieses Mal gute Chancen auf den Chefsessel im Rathaus aus.

„Ich habe mit vielen Bürgern gesprochen, die mich ermutigt haben, zu kandidieren“, so Geuking. Sie wollten nicht, dass durch den Sieg des SPD- oder CDU-Kandidaten und der sich dadurch ergebenden zusätzlichen Stimme die Mehrheit im Rat entweder für die CDU oder für Rot-Grün gestärkt würde. Gerade die aktuell wechselnden Mehrheiten, die den politischen Dialog nötig machten, seien durch das Kommunalwahlergebnis vom Mai gewünscht.

Inhaltlich will der Justizbeamte mit ungewöhnlichen Ideen punkten. Von jeher ein Kritiker des aktuellen Innenstadtkonzepts will er sich dafür einsetzen, die Grundschulstandorte aufzugeben, ans Schulzentrum zu verlegen „und so zwei Filetstücke für großflächigen Einzelhandel, innenstadtnahe Wohnbebauung oder Gesundheitszentren zu vermarkten.“ Für Gewerbetreibende will Geuking ein Anlaufbüro einrichten und für die Unternehmen die Gewerbesteuer senken. Mit einer niedrigen Grundsteuer B will er junge Familien in die Stadt locken. „Es ist sinnvoller, wenn wir uns das Geld nachher im Umlageverfahren vom Land wiederholen“, findet er. Ein Bürgerzentrum, in dem die Billerbecker sich Rat und Hilfe holen können, hat er ebenfalls auf seiner Agenda.

Viel intensiver als 2009 will er in den Wahlkampf einsteigen. „Jetzt kennt man mich durch meine Ratsarbeit. Ich bin sicher, ich habe gute Chancen.“ | Kommentar

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