Familienzentrum „Oberlau“ vor zehn Jahren erstmals zertifiziert / Knotenpunkt für Beratung und Bildung
Auf dem Weg zum Wohl der Kinder

Billerbeck. Die Kaffeetafel zum zehnten Geburtstag ist am Bahnhof gedeckt – und so muss sich die kleine Festgesellschaft vom DRK-Familienzentrum „Oberlau“ gestern auf den Weg machen und findet dabei Gelegenheit zum Austausch. Das hat Leiterin Bernadette Nattler ganz bewusst so inszeniert, „denn auch damals mussten wir uns auf den Weg machen und ins Gespräch kommen“, schaut sie bei der Feier im Kita-Gebäude zurück.

Mittwoch, 07.06.2017, 09:02 Uhr

Familienzentrum „Oberlau“ vor zehn Jahren erstmals zertifiziert / Knotenpunkt für Beratung und Bildung : Auf dem Weg zum Wohl der Kinder
Stürmisch war es beim Fototermin am Familienzentrum – passend zu den stürmischen Anfängen vor zehn Jahren. Glückwünsche brachten dem Team um Leiterin Bernadette Nattler (3.v.l.) Christoph Schlütermann (Geschäftsführer der DRK-Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld gGmbH) und Marlies Leifken (langjährige Fachberatung Kindergärten beim DRK-Kreisverband 5.v.l.). Foto: Ulrike Deusch

Als eine von vier Einrichtungen im Kreis Coesfeld und als einzige in Trägerschaft des DRK war die damalige Kita Oberlau für die Pilotphase des neuen Projekts der NRW-Landesregierung ausgewählt worden. Ziel sollte es sein, Familienzentren zu schaffen, die über die bisherige Kita-Arbeit hinaus Knotenpunkte sind in einem Netzwerk, das Familien in Fragen der Bildung und Betreuung berät und unterstützt. Am 4. Juni 2007 wurde das Familienzentrum „Oberlau“ zertifiziert und muss das Gütesiegel nun alle vier Jahre verteidigen – bisher stets mit großem Erfolg.

Längst sind es die Eltern gewohnt, dass sie im Familienzentrum auch Sprechstunden von Beratungsstellen wahrnehmen können, dass ihnen hier Ansprechpartner für Bildungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote vermittelt werden, dass sie Informationsmaterial bekommen und sich im Eltern-Café informieren und mit anderen austauschen können. Zu den Kooperationspartnern gehört seit einigen Jahren auch das kurze Zeit später entstandene Katholische Familienzentrum als Verbund der Kindertageseinrichtungen St. Gerburgis und St. Johann. Gemeinsam geben alle Familienzentren ein Halbjahresprogramm mit Veranstaltungen und Beratungsangeboten heraus. Ortsnahe und niederschwellige Angebote zur Beratung und Bildung – das ist die Maxime der Verantwortlichen. Dabei sei es wichtig, so Bernadette Nattler, „sich immer wieder neu an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren und die Eltern auf einen tragfähigen Weg“ mitzunehmen. Dass sich „mit einem veränderten Bild von Familie auch die Aufgabenstellungen in der Betreuung verändert haben“, betont Christoph Schlütermann, Geschäftsführer der gGmbH DRK-Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld. Sein Dank gilt dem Team – gerade angesichts einer geringen finanziellen Ausstattung durch das Land leiste es hervorragende Arbeit.

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