Billerbecker Delegation nach Erquinghem-Lys gereist / Städtepartnerschaft jetzt offiziell besiegelt
„Freundschaft mit Leben füllen“

Billerbeck. Es war emotional, berührend und bewegend – für die Franzosen und für die Deutschen. Es war ein Wochenende mit vielen Umarmungen, Erinnerungsfotos und natürlich mit den französischen „Bisous“, den Willkommensküsschen. Ja, es war quasi Liebe auf den ersten Blick – zwischen Billerbeck und Erquinghem-Lys. Die beiden Orte haben ihre Städtepartnerschaft jetzt offiziell besiegelt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen stimmen, „der Funke ist sofort übergesprungen“, so Bürgermeisterin Marion Dirks.

Montag, 20.11.2017, 17:54 Uhr

Billerbecker Delegation nach Erquinghem-Lys gereist / Städtepartnerschaft jetzt offiziell besiegelt: „Freundschaft mit Leben füllen“
Unterzeichnen die  Urkunde: die Bürgermeister Marion Dirks und Alain Bezirard. Foto: az

Eine 21-köpfige Delegation aus Billerbeck ist nach Nordfrankreich gereist, um die neue Städtepartnerschaft zwischen der Domstadt und Erquinghem-Lys perfekt zu machen. Im Rathaus haben die Bürgermeister Marion Dirks und Alain Bezirard in einer feierlichen Zeremonie die Partnerschaftsurkunde unterschrieben und das Ortseingangsschild, das künftig auf die neue Partnerschaft hinweist, enthüllt. Als das örtliche Blasorchester die deutsche Nationalhymne spielte und die Marseillaise, die französische Hymne, erklang – spürten alle eine große Verbundenheit. „Es ist ein historisch bedeutender Tag“, betonte Marion Dirks. „Wir wollen unsere Freundschaft mit ganz viel Leben füllen.“

Vor vier Jahren hat alles angefangen. Eine kleine Gruppe Billerbecker reiste in die nordfranzösische Stadt. Erste Kontakte zu offiziellen Vertretern der Stadt an der Lys (Leie) — wie mit Jack Thorpe (Leiter des örtlichen Geschichtsmuseums) und dem Bürgermeister Bezirard — wurden geknüpft. Auch eine französische Delegation stattete der „Perle der Baumberge“ einen Besuch ab. Die Entwicklung einer Städtepartnerschaft nahm ihren Lauf.

Ursprünglich war die Initiative von den Franzosen ausgegangen. Jack Thorpe hatte Wolfgang Suwelack bei dessen Besuch auf dem Soldatenfriedhof kennengelernt. Ab diesem Zeitpunkt begannen die Gespräche, und seit einem einstimmigen Ratsbeschluss hat das Projekt Fahrt aufgenommen. Sogar Schüleraustausche zwischen der Geschwister-Eichenwald-Schule und der weiterführenden französischen Schule im Nachbarort Armentières finden bereits statt. Unterstützt wird dies von der Suwelack-Stiftung. Auch bei der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft war Wolfgang Suwelack mit seinen Brüdern Walter und Herbert Suwelack und Dr. Carlotta Suwelack mit dabei. Die Familie Suwelack hat eine besondere Beziehung zu dem nordfranzösischen Ort. Der Flugpionier Josef Suwelack hat dort seine letzte Ruhe gefunden. Mitten auf einem englischen Soldatenfriedhof.

Anlässlich der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft fand ein Festumzug in strömendem Regen mit etwa 250 Teilnehmern durch die Straßen von Erquinghem-Lys statt – begleitet vom Blasorchester und Zuspruch der Equinghemer Bevölkerung, die aus den Fenstern und Türen zuschauten und winkten.

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