Theatergesellschaft Fidelio bereitet sich auf Premiere am 6. Januar vor
Wirbel um „Dat Doktorbook“

Billerbeck. Probenabend in der Alten Landwirtschaftsschule. Das Ensemble sitzt vor der Bühne um einen Tisch, jeder hat vor sich ein Heftchen mit der Aufschrift „Dat Doktorbook“. Nein, das ist natürlich nicht das ominöse Werk, um das sich in diesem Jahr die Komödie der Theatergesellschaft Fidelio dreht, sondern nur das Heft mit dem Text von Jens Exler, den Heinz Tenholte für sich und seine Mitspieler ins Billerbecker Platt übertragen hat.

Samstag, 30.12.2017, 17:02 Uhr

Theatergesellschaft Fidelio bereitet sich auf Premiere am 6. Januar vor: Wirbel um „Dat Doktorbook“
Skeptisch hört sich Bauer Timpe (r., Heinz Tenholte) an, wie Christof Grube (Felix Ahlers) „Dat Doktorbook“ anpreist. Foto: az

Das wahre Doktorbuch wird ein paar Minuten später auf der Bühne ausgepackt, als der Reisende Christof Julius Grube (Felix Ahlers) dem Bauern August Timpe (Heinz Tenholte) das Nachschlagewerk für den Do-it-yourself-Mediziner anpreist: nur 47 Euro – ein Schnäppchen, wenn man bedenke wie viel Behandlungskosten für diverse Ärzte er sich künftig sparen könne. Das sieht Bauer August ein, zumal er die Gallenkoliken seiner Gattin Berta (Annette Uphues) gern kurieren würde, und kauft den dicken Wälzer, der fortan das Leben auf dem Hof und in der Nachbarschaft mächtig auf den Kopf stellt.

„Vor 20 Jahren haben wir ,Dat Doktorbook’ zuletzt gespielt“, berichtet Heinz Tenholte. „Es ist ein so schönes Stück, dass wir dachten, wir könnten es jetzt mal wieder bringen.“ Bei der Auswahl müssen die Aktiven außerdem beachten, ob die Besetzungsliste auch zum Fidelio-Team passt. Das ist beim „Doktorbook“ perfekt. Gerhard Middendorf hält als Knecht Jans die Zügel in der Hand, Anja Löderbusch ist Dienstmagd Liesbeth, die Familie von Bauer August komplettieren Frau Berta (Annette Uphues) und Tochter Frieda (Barbara Dumonti). Heiner Evers spielt den Nachbarssohn und Silke Meyer Friedas Freundin Irma. „Wir sind ein eingespieltes Team“, lacht Felix Ahlers – seit Jahren als Spielleiter verantwortlich. Neue Gesichter gibt es auf der Bühne dieses Jahr nicht zu sehen. Aber es wird jede Menge zu lachen geben. Über eingebildete Krankheiten und Rezepte aus dem „Doktorbook“, über den Gift-Mord an Hofhund Senta, und über eine plötzliche uneheliche Tochter des Bauern. Der Kartenverkauf läuft.

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