Billerbeck
Einbruchschutz statt Werkeln

Coesfeld (hlm). In der Aula des Pictorius Berufskollegs eröffnet der Vorsitzende des SeniorenNetzwerks, Manfred Holters, die alle zwei Jahre laufenden Seniorentage. Die Neunten steht unter dem Motto „Sicher werden wir älter“.

Montag, 05.03.2018, 05:22 Uhr

Billerbeck: Einbruchschutz statt Werkeln
Spricht von der „neuen Generation der Älteren“: Manfred Holters, Vorsitzender des SeniorenNetzwerks Coesfeld. Sitzend rechts im Bild: Gerrit Tranel. Foto: hlm

Holters nennt die Senioren die „neue Generation“. Sie sind aktiv und mischen ehrenamtlich mit. Ob das bei großen Organisationen ist oder in der Funktion als Großeltern von berufstätigen Eltern. Das SeniorenNetzwerk sieht sich als Vermittler - nicht nur von Wissen -, und Ratgeber. Mit guter Information lassen sich Unsicherheiten reduzieren, die mit dem Alter nicht weniger werden. Sicherheit ist ein breites Feld. Es zieht sich vom Alltäglichen bis hin zu Präventionen.

Stellvertretender Bürgermeister Gerrit Tranel witzelt bei seinem Grußwort: „Zum ersten Mal besetzen die Alten ein Berufskolleg“. Im Schulgebäude gibt es an dem Samstag Einbruchschutz statt Werkunterricht und Hörakustik statt Fremdsprachen. Tranel vergleicht den Markt der Möglichkeiten mit einem Zitat von Marcel Proust: „Die besten Entdeckungsreisen macht man, indem man die Welt mit anderen Augen betrachtet.“

Auf Entdeckungstour lädt Verkehrssicherheitsberater von der Kreispolizei, Jürgen Sicking, im Foyer des Berufskollegs ein. Ein breites Angebot von Utensilien liegt auf dem Tisch ausgebreitet, die zu dem Motto „Sicher mobil“ passen. In den vergangen zwei Jahren haben die Unfälle mit Pedelecs zugenommen. „Gründliches Informieren vor dem Kauf, eine gute Beratung im Händler vor Ort mit einer Probefahrt“, hält der Polizeioberkommissar für unumgänglich, wenn ein Fahrrad mit Tretunterstützung angeschafft werden soll. Mobilität auf zwei Rädern vergrößert den Aktionsradius.

Rollatoren sind eine Frage der Haltung. „Rücken gerade und die Füße zwischen die Räder stellen“, erklärt Nils Schwartz vom Sanitätshaus Gäher. Sonst gibt es Rückenschmerzen oder die Gehhilfe rollt unkontrolliert vorwärts und es kommt zum Unfall. Ein Rentnerpärchen hört dem Fachmann aufmerksam zu und lässt sich die Unterschiede bei den Ausführungen der ausgestellten Modelle erläutern.

Sicherheit hat mit auch Vertrauen zu tun. Vor allem, wenn Angehörige von älteren Menschen nicht vor Ort leben. „Wird ein kleiner Defekt im Haus zum unüberwindlichen Hindernis, wenden sie sich fragend an uns“, weiß Pfleger Jan Büscher. Er hat sich mit lokal ansässigen Handwerksbetrieben und Dienstleister unter dem Dach Servicewelten Coesfeld e. V. vereint, um unkompliziert und schnell Hilfe anbieten zu können.

„Die Resonanz war nicht überschwänglich, aber für uns zufriedenstellen“, bewertet Holters den Auftakt. Besonders das Vortragsangebot vom Rechtsanwalt Steffen Mohnfeld über Erben und Vererben lockte viele an. „Da gab es so viele Einzelfragen, dass die Zeit nicht reichte“, so Organisator Erwin Borgelt.

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