Billerbeck
Premiere in der Kolvenburg

Billerbeck. Wenn die Bücherfreunde und Geschichtenliebhaber am 10. November durch die siebte Lange Lesenacht bummeln, steht ein neuer, besonders attraktiver Leseort auf ihrem Stationsplan: die Kolvenburg. Dort, im historischen Gemäuer, ist ein Krimi zu hören, ein Entwicklungsroman und die ungewöhnliche Reise eines Menschen zu sich selbst – von Jan Steinbach (ehemals Stefan Holtkötter aus Billerbeck).

Freitag, 21.09.2018, 11:02 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 19:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 11:02 Uhr
Billerbeck: Premiere in der Kolvenburg
Präsentieren Plakate und Flyer für die Lange Lesenacht: (v.l.) Marion Kessens (Tourismusmanagerin), Swenja Janning (Kulturreferentin des Kreises), Evelyn Barenbrügge (Organisatorin und Autorin), Christiane Noll (OGS), Heike Gessmann (Bücherschmiede) und Ludger Althoff (OGS). Foto: Ulrike Deusch

„Wir freuen uns sehr, dass die Kolvenburg dabei ist“, sagt Evelyn Barenbrügge, die die Lange Lesenacht ins Leben gerufen hat und für die Organisation verantwortlich zeichnet. So ist auch Swenja Janning, Kulturreferentin des Kreises Coesfeld und zuständig für die Burg, dabei, als die Plakate und Flyer für die Lesenacht präsentiert werden. „Es ist schön, dass die Kolvenburg zum Leseort wird“, freut sich Janning. Sie begleitet als Moderatorin den Abend dort.

Zwölf Autoren mit Werken aus verschiedenen Genres werden zur Lesenacht erwartet. „Gemeinsam ist allen, dass sie aus Nordrhein-Westfalen kommen oder einen engen Bezug dazu haben, denn das ist die Voraussetzung dafür, das neben der Sparkassenstiftung und der Stadt auch das Landesministerium für Kultur zur Finanzierung beiträgt“, erklärt Tourismusmanagerin Marion Kessens.

Viele der Autoren kennt Evelyn Barenbrügge persönlich, die meisten der Bücher hat sie schon gelesen. Fantasy-Romane, Thriller, Historische Romane, Krimis, Familiengeschichten, Philosophisches, Psychologisches, Skurriles – die Zuhörer dürfen sich auf ein interessantes Programm freuen.

„Bei Jöppi“ treten sehr junge Autorinnen auf. „Da wollen wir auch Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen“, so Barenbrügge. Im Kleinen Café gibt es mit dem Coesfelder Georg Veit und der Roruper Autorin Danise Juno lokale Akzente. Und dann ist da noch Udo Weinbörner mit „Dieser Sommer in Triest“. Weinbörner, an Parkinson erkrankt, erzählt die Geschichte einer Handchirurgin, die die Diagnose Parkinson bekommt. „Das Buch ist trotzdem nicht traurig, sondern vermittelt Lebensmut und versprüht sehr viel italienisches Flair“, versichert Barenbrügge.

In der OGS liegt der Schwerpunkt auf Historischen Romanen. „Das hat schon Tradition“, lacht Barenbrügge, denn die OGS ist von Anfang an als Leseort dabei. Marion Johanning erzählt in „Der fremde Ritter“ von der Beziehung eines Bauernmädchens zu einem Mann, der sein Gedächtnis verloren hat. Um das Familiengeheimnis eines Heilers geht es in „Der grünende Stab“ von Gero Bernard und Petra Reategui hat die Geschichte eines Nomadenkinds geschrieben, das im 18. Jahrhundert nach St. Petersburg verschleppt wird.

Die Lesungen dauern eine Stunde, dann haben die Zuhörer 30 Minuten Gelegenheit zum nächsten Leseort ihrer Wahl zu wechseln. „Die Stadt leuchtet die Wege wieder mit Kerzen aus“, kündigt Marion Kessens eine besondere Atmosphäre an.

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