Billerbeck
Rätsel um tote und verletzte Katzen

Billerbeck. Das schlägt weite Kreise. Immer mehr Katzen sind in den letzten Tagen und Wochen in Billerbeck verschwunden. Teilweise tauchen Fellnasen auch wieder auf – aber verletzt.

Freitag, 16.11.2018, 12:02 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 21:08 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.11.2018, 12:02 Uhr

Bereits Ende Oktober verschwanden zwei Kater und eine Katze innerhalb weniger Nächte am Brunnenbach. Kurze Zeit später wurde auch am Oberlau eine Katze als vermisst gemeldet. In der vergangenen Woche sind dazu auch noch drei weitere Katzen wie vom Erdboden verschluckt.

Ein Tier von den zuletzt vermissten Katzen gehört Karl-Heinz Möllenbeck. Er wohnt am Drosteweg und ist auf der Suche nach seiner Nebelle. „Ich habe zwei Katzen, die bei mir wohnen“, sagt der 71-Jährige. Aber auch um Freigänger, die durch seinen Garten streunen, kümmert er sich und füttert sie. Erschreckend ist, welchen Fund Möllenbeck vor geraumer Zeit in seinem Garten gemacht hat: Eine Katze hatte eine schwere Verletzung im Gesicht, die anderen an den Pfoten. „Mein Gefühl sagt mir, dass da jemand nachgeholfen haben muss“, vermutet er. Schon im Mai hat Möllenbeck tragische Funde auf seinem Grundstück gemacht: „Es lagen eines Morgens drei tote Jungtiere im Garten“, berichtet der Billerbecker. Die Streuner seien erst zehn bis zwölf Wochen alt gewesen, schätzt er. Als er sich auf Spurensuche begeben hat, sind ihm sofort Schokoladen-Stückchen ins Auge gefallen. „An einem Schlafplatz, den ich für Streuner eingerichtet habe, sah ich die Schokolade“, ist Möllenbeck entsetzt. Fressen vor allem Jungtiere davon, können sie eingehen.

Sarah Bosse, Schriftführerin des Tierschutzvereins Coesfeld, Dülmen und Umgebung, hat sich von Anfang an in die Fälle eingeschaltet. „Es kommt häufiger vor, dass mehrere Katzen verschwinden. In diesem Fall ist das aber schon sehr auffällig“, sagt Bosse. Eine heiße Spur habe sie bisher nicht.

Auch Familie Tübing ist noch immer auf der Suche nach ihrem Arthur. „Er kam immer zum Fressen nach Hause“, sagt Stefan Tübing. Normalerweise ist der Kater deshalb nicht mehrere Tage unterwegs. „Und als ich von meiner Nachbarin hörte, dass auch ihr Kater verschwunden ist, wurde ich hellhörig“, berichtet der Familienvater. Er und auch Möllenbeck wollen keinen Grundverdacht aussprechen, aber es gebe Menschen, die nicht gut auf die Tiere zu sprechen seien, sind sie sich einig. „Trotzdem“, betont Bosse, „müssen Streuner geduldet werden.“ Katzen von Nachbarn seien im eigenen Garten zu akzeptieren.

7 Bei Hinweisen zu vermissten oder gefundenen Tieren sollte das Ordnungsamt Billerbeck unter Tel. 730 oder der Tierschutzverein unter Tel. 02546/7060 informiert werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6194772?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker