Billerbeck
Rathaus wird zum Postamt

Billerbeck. Es war 1979, als der Gastwirt der Billerbecker Ratsschenke, Karl Lanfermann, zu seinen Freunden Helmut Große Daldrup und Adolf Gievert meinte, im November sei hier in den Gaststätten und im Ort immer so wenig los. Um das zu ändern, hatte er die Idee, einen Weihnachtsbasar zu machen. Seine zwei Freunde und noch einige andere Billerbecker Geschäftsleute fanden die Idee gut und setzten sie zum Advent 1979 um: Der erste Billerbecker Weihnachtsmarkt war geboren. Am kommenden ersten Adventswochenende findet nun bereits der 40. Weihnachtsmarkt in der Domstadt statt.

Freitag, 23.11.2018, 16:02 Uhr aktualisiert: 24.11.2018, 06:04 Uhr
Billerbeck: Rathaus wird zum Postamt
Laden zum Jubiläums- Weihnachtsmarkt ein: (v.l.) Axel Kuhlmann (Stadt), Linus Lammerding, Werner Kiel und Bürgermeisterin Marion Dirks, die alten Ausgaben einer Weihnachtsmarkzeitung und den Briefkasten für das Postamt präsentieren. Foto: Iris Bergmann

Werner Kiel, Mann der ersten Stunde und langjährig in der „Interessengemeinschaft (IG) Weihnachtsmarkt“ engagiert, erinnert sich: „Zur Versammlung kamen 50 bis 60 Leute. Da wurde die Gebührenordnung festgelegt.“ Präsentiert wurden die Waren seinerzeit auf Tischen und an einfachen Ständen. „Die Ansprüche waren nicht so hoch“, weiß Linus Lammerding, der auch viele Jahre aktiv den Weihnachtsbasar begleitet hat.

Was 1979 mit ein paar Ständen in drei Straßen begann, ist heute auf 150 Aussteller, einem großen Zelt in der Bahnhofstraße und Anbietern auch entlang der Kirchstraße gewachsen, so dass der Markt nun rund um den Dom an Attraktivität immer mehr gewonnen hat.

Und selbst zum 40. Weihnachtsmarkt fällt dem Organisationsteam immer noch etwas Neues ein. So gibt es erstmalig ein Weihnachtspostamt im Foyer des Rathauses. Hier können die Kinder am Samstag (1. 12.) und Sonntag (2. 12.) an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr Wunschzettel an das Christkind schreiben und malen. Jede Menge Zettel und Buntstifte liegen bereit. „Ich habe eigens einen Briefkasten machen lassen“, freut sich Bürgermeisterin Marion Dirks. „Die Weihnachtspost der Kinder wird dann direkt nach Engelskirchen ans Christkind geschickt“, verspricht sie. Neu ist das Kasperletheater mit vier Aufführungen im Pfarrheim. Dort können Kinder auch spielen und basteln. Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule leiten die Kleinen an.

Natürlich gibt es aber weiterhin die traditionellen Dinge, die den Weihnachtsmarkt in der Domstadt seit vielen Jahren bereichern, wie zum Beispiel die Kiepenkerle, der Luftballonwettbewerb, der Fanfarenzug, der durch die Straßen zieht, ein Unterhaltungsprogramm im Zelt und natürlich der Besuch des Nikolauses höchstpersönlich. Nicht zu vergessen das Domkonzert zum Abschluss am Sonntagabend. „Das ist ein toller hochwertiger Abschluss“, schwärmt Axel Kuhlmann von der Stadt, der auch zum Organisationsteam gehört. „Dann kommen immer auch sehr viele auswärtige Gäste.“ Das Konzert für Orgel und Trompete mit Lukas Maschke und Prof. Peter Mönkedieck findet am 2. Dezember um 18 Uhr statt. Das Konzert wird von der Wolfgang-Suwelack-Stiftung gefördert. Der Eintritt ist frei.

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