Billerbeck
Lebkuchenduft und Nikolaus-Begegnung

Billerbeck. Sarah hat einige Fragen, die sie dem Christkind stellen möchte. Sorgfältig hat die Zweitklässlerin sie aufgeschrieben. „Ich will gern wissen, wie das Christkind aussieht“, verrät sie. Der achtjährige Ben hat den Briefumschlag mit der Post fürs Christkind besonders schön gestaltet und vergewisserte sich genau, dass der wichtige Brief auch ordentlich in dem gelben Kasten landete. Viele Kinder nutzen die Gelegenheit, ihre Wünsche und Fragen zu Papier zu bringen. Zum Weihnachtspostamt ist kurzerhand das Rathausfoyer umgestaltet – zum ersten Mal. Anlässlich des Jubiläums-Weihnachtsmarktes in Billerbeck. Denn der findet bereits zum 40. Mal statt.

Sonntag, 02.12.2018, 16:43 Uhr aktualisiert: 02.12.2018, 16:46 Uhr
Billerbeck: Lebkuchenduft und Nikolaus-Begegnung
Nikolaus und Knecht Ruprecht schlendern über den Weihnachtsmarkt und ziehen besonders jüngere Besucher an. Fotos: Iris Bergmann Foto: az

Die „Macher“ des Weihnachtsmarktes haben ganze Arbeit geleistet und eine erlebnisreiche Veranstaltung für Groß und Klein auf die Beine gestellt. Nicht nur mit Herz, sondern auch mit neuen Ideen wartet der Jubiläums-Weihnachtsmarkt auf. In den Straßen rund um den Dom duftet es verführerisch. Mal nach Lebkuchen und Plätzchen oder Glühwein, mal nach exotischen Gewürzen, aber auch nach Pommes mit Currywurst oder Reibeplätzchen. Stände mit warmen Socken und Hüten oder Holzarbeiten wechseln sich ab mit Holzhütten, in denen glänzender Schmuck oder festliche Weihnachtsdekoration auf Käufer wartet.

Beim Bummeln durch die Straßen begegnen den Besuchern immer mal wieder drei hübsche Engelchen, die kleine Schokotäfelchen verschenken. Die niederländische Kapelle „de Eierjongens“ spielt fröhlich herumwandernd auf und das Billerbecker Blasorchester positioniert sich mal hier, mal da, sammelt die Leute um sich und lädt zum Mitsingen ein.

Es ist beinahe so, als ob die lauten Fanfarentöne des Halterner Fanfarenzuges die Sonne hervorgelockt hätten. Jedenfalls am Samstag. Just zur feierlichen Eröffnung reißt die Wolkendecke auf und sie lugt hervor. Sie wird sich gefreut haben, denn hunderte bunter Luftballons machen sich hoch in den Himmel auf den Weg. Es ist ein fröhliches Bild, das sich Bürgermeisterin Marion Dirks und den Gästen im Rathaussaal beim Blick hinaus bietet.

Besonderer Anziehungspunkt für viele junge Besucher ist natürlich der Nikolaus und Knecht Ruprecht, die durch die Domstadt-Straßen spazieren und so manch forscher Jungspund wird recht kleinlaut, wenn der Nikolaus das Wort an ihn richtet. Der kleine Jan will wissen: „Stehe ich in deinem schwarzen Buch?“ „Nein“, bestätigt ihm der Nikolaus. „Du warst wohl immer lieb. Hier stehen nur die frechen Kinder drin.“

Abseits des Weihnachtsmarkttrubels finden sich viele Besucher in der Johanniskirche zum besinnlichen Chorkonzert des Freilichtbühnen-Chores „Stagefever“ ein. Oder sie gönnen sich eine Pause im Veranstaltungszelt an der Bahnhofstraße bei Kaffee und Kuchen. Das kleine Puppenspiel vom verzauberten Lebkuchen lockt ins Pfarrheim.

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