Billerbeck
Freude in musikalischem Gewand

Billerbeck. Glanzvolle Fanfaren der Trompeten, mächtige Posaunenklänge und ein kraftvoller Trommelwirbel – mit einem wahren Feuerwerk an musikalischer Festlichkeit begann das traditionelle Adventskonzert des Bläserensembles „blechgewand(t)“ aus Münster. Am Vorabend zum dritten Adventssonntag, der auch den Namen „Gaudete“ („Freut euch!“) trägt, hätte die prächtige Eröffnung des Konzerts nicht passender sein können.

Sonntag, 16.12.2018, 17:42 Uhr aktualisiert: 17.12.2018, 14:02 Uhr
Billerbeck: Freude in musikalischem Gewand
Mit einem langanhaltenden Applaus dankte das Publikum am Ende, sichtlich erfüllt von dem klangreichen, musikalischen Feuerwerk. Fotos: Lukas Maschke Foto: az

Mit der Ouvertüre „Dem Friedefürsten“ von Georg Friedrich Händel, auch bekannt als „Feuerwerksmusik“, begann das Konzert der 13 jungen Musiker, die kongenial begleitet wurden von Elmar Lehnen, Organist der Päpstlichen Marienbasilika zu Kevelaer. Im Verlaufe des Programms bekamen die Worte des Apostels Paulus in der zuvor gehörten Lesung „Noch einmal sage ich euch: Freut euch!“ geradezu ein musikalisches Gewand. Und wie kunstvoll das sein kann, zeigte sich sogleich in einer Bearbeitung des Chorals „Quem pastores laudavere“: mit gewaltigem Wirbel der großen Trommel, pittoresken Glockentönen, dem Tamtam und Becken zeigten auch die beiden Schlagzeuger ihr Können, während die Bläser das musikalische Gewand mit schwungvoller Steigerung tänzerisch und kraftvoll durch den Dom wirbelten. Gleichermaßen virtuos übernahm Elmar Lehnen die Motive und entlockte der Orgel glitzernde Girlanden und irisierende Arabesken in changierenden aparten Farben der verschiedenen Orgelstimmen.

Doch auch ruhige und wiegende Klänge wallten durch den Raum: Mit einer Pastorale über „Es kommt ein Schiff geladen“ illustrierte das Ensemble in vollendeter Homogenität, wie warm, rund und edel Blechbläser klingen können. Die wohlige Sonorität nahm auch Lehnen in weiteren exzellenten Improvisationen auf, die in symphonischer Dichte die Stücke der Bläser nahtlos verbanden und damit einen eleganten Bogen über das vielseitige Programm spannten. Perfekt zusammen harmonierten Orgel und Bläser in dem Hymnus „Veni, veni, Emmanuel“, in welchem sich die Musik nach einer ruhigen Einleitung mit herrlichem Horn-Solo wirkungsvoll steigerte, um in einem fulminanten Forte zu kulminieren. Andachtsvoll und behaglich wurde es am Ende des Konzerts noch einmal mit dem Wiegenlied „Schlaf wohl, du Himmelsknabe du“, bevor alle gemeinsam in den thematisch prädestinierten Adventschoral „Tochter Zion, freue dich“ einstimmten. Zwei Zugaben wurden dem begeisterten Publikum geschenkt, das mit einem langanhaltenden Applaus dankte, sichtlich erfüllt von dem klangreichen, musikalischen Feuerwerk.

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