Billerbeck
Fast eine Königsfamilie

Billerbeck. Wenn Jan-Till Dierksmeier (13) am 5. Januar als Sternträger zur Tour durch Oberlau I aufbricht, hat er einen ganz besonderen König in seiner Sternsingergruppe: seine Mutter. Schon seit fünf Jahren bilden die zwei ein festes Duo, dem sich fast immer Jan-Tills Freund Ron Abeler (13) anschließt, früher gehörte auch Johannes Krause zu der Gruppe. Ist es nicht uncool als Sternträger mit der Mutter als Melchior durch die Straßen zu ziehen? „Damit habe ich kein Problem“, sagt Jan-Till. „Außerdem fehlt uns ja auch ein König.“

Donnerstag, 27.12.2018, 17:06 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 11:02 Uhr
Billerbeck: Fast eine Königsfamilie
Hat den Stern fest in der Hand: Jan-Till Dierksmeier (M.) mit seiner Mutter Yvonne Dierksmeier und seinem Freund Ron Abeler. Seit Jahren sind sie als Gruppe unterwegs. Foto: Ulrike Deusch

Genau das ist der Grund, der Yvonne Dierksmeier vor sieben Jahren bewogen hat, bei den Sternsingern mitzumachen – wie es inzwischen viele Erwachsene tun. „Weil die Kinder damals noch klein waren, war ich als Begleitperson eingeplant“, berichtet Yvonne Dierksmeier. Damals habe in der Gruppe ein König gefehlt und es war gerade die Zeit, als die ersten Erwachsenen Sternsinger wurden. „Da habe ich mir gedacht, dann kann ich ebenso gut als König mitgehen.“ Den Melchior hat sie sich ausgesucht, Jan-Till ist Sternenträger und Ron der Caspar. Die Rollen müssen klar aufgeteilt sein, schließlich hat jeder der Beteiligten an den Haustüren einen festen Text zu sprechen.

„Ich finde es toll, dass die Jungs schon seit so vielen Jahren mitmachen“, zollt Yvonne Dierksmeier Jan-Till und Ron Respekt. Sechs, sieben Stunden von Tür zu Tür und das bei oft nicht gerade angenehmem Wetter – warum macht das den beiden Freude? „Es macht Spaß in der Gruppe loszuziehen und dabei auch noch etwas Gutes zu tun“, sagt Jan-Till. Immer ist das Geld für Projekte bestimmt, die das Leben von Kindern auf der Welt verbessern. Robin, der zur Evangelischen Gemeinde gehört, findet es „cool, sich in der Kirche zu engagieren.“

Sehr nett seien sie an den Haustüren immer aufgenommen worden, berichten die drei, deren Bezirk bislang der Bereich Darfelder Straße samt Seniorenstift und Gantweger Straße war. „Viele warten regelrecht auf uns und wenn sie nicht da sind, legen sie uns ihre Spenden vor die Tür“, berichtet Jan-Till. Besonders angetan hatte es den Jungs ein Bauernhof, auf dem eine große Krippenlandschaft aufgebaut ist. „Da waren sie jedes Jahr scharf drauf“, lacht Yvonne Dierksmeier. Die Gewänder der Gruppe stammen – natürlich – aus dem Fundus der Familie Dierksmeier.

7 Wer Sternsinger werden möchte und alle, die noch ein Gewand brauchen, können sich heute um 16 Uhr im Pfarrheim melden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6283429?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker