Billerbeck
Feuerwehrauto bekommt den Segen

Billerbeck. Riesig ist es. So gerade hat das Fahrzeug in die große Halle des Feuerwehr-Gerätehauses gepasst. Da staunt auch Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr nicht schlecht und schmunzelt: „Wenn man die Höhe des Fahrzeugs sieht“, mache das neue Feuerwehrgerätehaus, das sich in der Planung befindet und bekanntlich am Friethöfer Kamp errichtet werden soll, Sinn. Glänzend rot, mit grünen Tannenzweigen geschmückt, steht das hochmoderne Fahrzeug in der Halle, das am Samstagnachmittag eingeweiht wurde. Viele aktive Kameraden, die Jugendfeuerwehr, die Ehrenabteilung, Vertreter des Rates und des Kreistags sowie Kameraden aus den Nachbarwehren und DRK’ler haben an den Feierlichkeiten mit Einsegnung teilgenommen.

Sonntag, 06.01.2019, 12:16 Uhr aktualisiert: 06.01.2019, 12:18 Uhr
Billerbeck: Feuerwehrauto bekommt den Segen
Probesitzen im neuen Feuerwehrauto: (v.l.) Wolfgang Langner (Leiter der Feuerwehr), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Bürgermeisterin Marion Dirks, Kreisbrandmeister Christoph Nolte, Matthias Heuermann (stellv. Leiter der Feuerwehr) und Ulrich Helmich (Dezernent für Sicherheit, Bauen und Umwelt des Kreises Coesfeld). Foto: Stephanie Sieme

Schließlich ist es ein ganz besonderes Löschfahrzeug, das die Freiwillige Feuerwehr Billerbeck vom Land Nordrhein-Westfalen erhalten hat. Es ist für den Einsatz rund um den Katastrophenschutz gedacht und dementsprechend auch ausgestattet. Bei Großbränden, Hochwasser und Stürmen soll es zum Einsatz kommen. Nicht nur in Billerbeck, sondern auch bei Einsätzen über Stadt- und Kreisgrenzen hinaus.

„Dieses Fahrzeug würde hier nicht stehen, wenn unsere Kameraden nicht so viele Dienste zusätzlich auf sich nehmen würden“, so Wehrleiter Wolfgang Langner. Denn nicht nur in Billerbeck sind die Kameraden aktiv. Sie engagieren sich auch über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg. Sie sind im ABC-Zug des Kreises aktiv, waren bei vielen überregionalen Einsätzen wie beispielsweise dem Elbehochwasser und dem Großbrand in einer Recyclinganlage in Bönen im Einsatz. Das große Engagement über die Stadtgrenze hinaus und die „sehr gute Tagesverfügbarkeit der Kameraden“ seien auch die ausschlaggebenden Punkte dafür gewesen, dass das Fahrzeug nach Billerbeck gekommen sei, so Kreisbrandmeister Christoph Nolte. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betont er zugleich. Nolte lobt auch die Unternehmen, die die Kameraden für die Einsätze während der Arbeitszeit freistellen und die Wehr so unterstützen.

Dass in Deutschland so viele Pflichtaufgaben wie die der Feuerwehr „ehrenamtlich geleistet werden, ist nicht selbstverständlich“, betont Bürgermeisterin Marion Dirks. Die Kameraden würden einen elementarwichtigen Dienst leisten, so der Landrat. „Wir sind dem Land sehr dankbar, dass wir so ein Fahrzeug für den Kreis Coesfeld bekommen“, sagt er. „Bei Katastrophen denkt jeder sofort, das wollen wir nicht. gefühlt nehmen solche Starkregenereignisse zu.“ In den Kreis Coesfeld kommt Ende des Jahres noch ein zweites Feuerwehrauto vom Land. „Der Standort ist noch nicht ganz sicher“, sagt Nolte. Jetzt im Frühjahr solle die Entscheidung fallen.

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