Billerbeck
Weitere Kita wegen Platzbedarf erforderlich

Billerbeck (sdi). Die geplante Kindertageseinrichtung (Kita), die im neuen Baugebiet „Buschenkamp“ errichtet werden soll, wird nicht ausreichen, um künftig genügend Kita-Plätze vorzuhalten. „Wir werden eine weitere Kita bauen müssen“, sagte Bürgermeisterin Marion Dirks. Derzeit prüfe die Stadtverwaltung, welches Grundstück dafür in Frage komme.

Donnerstag, 07.03.2019, 09:48 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 09:52 Uhr
Billerbeck: Weitere Kita wegen Platzbedarf erforderlich
Die Räumlichkeiten im ehemaligen Schwesternwohnheim, die derzeit von der Kita Kunterbunt genutzt werden, sollen künftig den temporären Zusatzgruppen zur Verfügung gestellt werden. Foto: Stephanie Dircks

Sechs bis sieben weitere Kita-Gruppen werden bis zum Jahr 2024 benötigt, wie Martin Struffert, Leiter des städtischen Fachbereiches Soziales, berichtete. Immer mehr Kinder unter drei Jahren werden für eine Betreuung angemeldet. Er stellte im Ausschuss für Generationen und Kultur einen Zwischenbericht zum Kindergartenplatzbedarf für 2019/2020 vor. „Wir freuen uns riesig, dass die Anzahl der Kinder zunimmt“, so die Bürgermeisterin. Im vergangenen Jahr habe es viele Geburten gegeben. Allerdings sei es so, dass die Anfrage an Kita-Plätzen für die ganz jungen Kinder zunehme. „Mehr als gedacht“, sagte Marion Dirks. Für das bevorstehende neue Kita-Jahr gebe es eine Lösung. „Das liegt daran, dass wir ganz aktive Kita-Träger haben“, so die Bürgermeisterin.

Bei der ersten Prognose im Herbst ging die Stadt bei den Zweijährigen von einer Anmeldequote von 94 Prozent aus, bei den Einjährigen von 36 Prozent. Tatsächlich lag die Quote bei den Einjährigen nach dem Anmeldeverfahren bei 46,6 Prozent. „Das hat uns alle absolut erstaunt“, so Struffert. Bei den Zweijährigen waren es letztendlich 90 Prozent. 481 Kita-Plätze müssen insgesamt angeboten werden – davon 323 für Überdreijährige (Ü3) und 158 für Unterdreijährige (U3). Nach dem Kindergartenplatzbedarf fehlen fünf Plätze für Kinder über drei Jahren. „Diese Kinder werden in den Bestands-Kitas aufgenommen – durch Überbelegung“, berichtete Struffert. Die Überbelegung, die rechtlich zulässig ist, sei nur minimal. Für den U3-Bereich fehlen 39 Plätze. Freie Plätze in den bestehenden Kitas gebe es nicht mehr und auch durch Überbelegungen könne dies nicht gelöst werden, so Struffert. Der Verein „Kinder-, Jugend- und Familienhilfe“ (KJFH) habe sich angesichts dieser Situation bereit erklärt, temporäre Zusatzgruppen für bis zu 30 Kinder unter drei Jahren anzubieten. Das heiße aber nicht, dass die Kita Kunterbunt, deren Träger die KJFH ist, um diese Zusatzgruppen erweitert werde. „Es ist wie eine eigenständige Kita“, erklärte Struffert. Zwar solle die Kita Kunterbunt perspektivisch erweitert werden, dazu bedarf es aber noch Gespräche. Die Kinder in den Zusatzgruppen hätten auch nicht eine Garantie, automatisch in die Kita Kunterbunt zu kommen. Da die Kita Kunterbunt in den nächsten Monaten in ihr neues Gebäude am Ludgerus-Stift umzieht, werden die bisherigen Räumlichkeiten, die im ehemaligen Schwesternwohnheim genutzt werden, frei. Dort sollen laut Struffert die Zusatzgruppen untergebracht werden.

Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Coesfeld tagt am 14. März (Donnerstag). Er berät über den Kindergartenplatzbedarf und muss ihn endgültig beschließen. Ist er beschlossen, werden die betroffenen Eltern eine formale Absage von der Stadtverwaltung erhalten, aber gleichzeitig das Angebot für die temporären Zusatzgruppen erhalten.

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