Billerbeck
Stadt vergibt erstmals Heimat-Preis

Billerbeck. Die Stadt Billerbeck vergibt erstmals einen Heimat-Preis – dotiert mit insgesamt 5000 Euro. „Das Preisgeld wird gesplittet“, informiert Hubertus Messing von der Stadtverwaltung. Dem ersten Preisträger winken 2500 Euro, dem zweiten 1500 Euro und der dritte erhält 1000 Euro. Mit dem Heimat-Preis ausgezeichnet werden können Vereine, Projektgruppen und Institutionen, die sich Verdienste um die Heimat erworben haben, Bräuche pflegen und fördern, sich für die Kultur und Tradition sowie für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Stadt engagieren. So lauten die vier Preiskriterien, die vom Rat der Stadt Billerbeck festgelegt wurden und von denen mindestens eins erfüllt werden muss. Eine weitere Vorgabe: Es muss ein konkretes Projekt sein, mit dem sich beworben wird.

Mittwoch, 03.04.2019, 10:59 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 11:02 Uhr
Billerbeck: Stadt vergibt erstmals Heimat-Preis
Freuen sich auf viele Bewerber für den Heimat-Preis: Hubertus Messing (Stadt Billerbeck) und Bürgermeisterin Marion Dirks. Foto: Stephanie Sieme

Bis zum 31. Mai sind Bewerbungen möglich. „Man muss nicht bescheiden sein und warten, bis man vorgeschlagen wird. Die Vereine können sich auch selbst vorschlagen“, so Marion Dirks. Alle Vereine und Institutionen werden von der Stadtverwaltung angeschrieben, bekommen ein Infoschreiben mit einem Formblatt für eine mögliche Bewerbung. Diese Formblätter liegen aber auch im Rathaus aus und können von der Internetseite der Stadt heruntergeladen werden. Abgegeben werden die Bewerbungen im Rathaus. Der Ausschuss für Generationen und Kultur wird aus den Bewerbungen die Preisträger aussuchen. Die Preisverleihung ist in der Ratssitzung am 10. Oktober vorgesehen.

Zum Hintergrund dieses Preises: Die Landesregierung hat ein umfangreiches Förderprogramm rund ums Thema Heimat aufgelegt. Ziel des Programmes sei es, so die Stadt, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern und die positiv gelebte Vielfalt in NRW deutlich sichtbar werden zu lassen. „Ein Element ist dabei der Heimat-Preis“, so Marion Dirks. Nach einem Ratsbeschluss hat sich die Stadt um die Landesmittel beworben, mit denen der Preis finanziert wird. „Und es ist genehmigt. Der Zuwendungsbescheid ist da“, berichtet Hubertus Messing. „Jetzt brauchen wir Bewerber“, so die Bürgermeisterin. Die Stadtverwaltung hofft auf viele Zusendungen. Die Preisträger können sich sogar noch in einem Wettbewerb auf Landesebene stellen.

Dass der Heimat-Preis künftig jedes Jahr vergeben wird, ist nicht sicher. „Es gibt keinen Automatismus. Wir können uns wieder bewerben“, erklärt Hubertus Messing. Und das werde die Stadtverwaltung auch tun, so Marion Dirks.

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