Billerbeck
„Baum des Jahres“ wächst im Freibad

Billerbeck. Jakob und Corvin schnappen sich die Schaufeln. Die Jungs wollen bei der Pflanzaktion mithelfen. Ein junger Baum bekommt auf der Liegewiese des Freibad-Geländes einen Platz. Nicht irgendeiner, sondern ein ganz besonderer. Es ist eine Flatterulme, die zum „Baum des Jahres“ gekürt wurde. Schüppe für Schüppe fliegt Erde in das Loch. Es geht ganz schnell, dann ist die Ulme gepflanzt. „Jetzt kann sie wachsen“, sagt Daniel Hommel vom städtischen Bauhof, der die Pflanzaktion zusammen mit Vertretern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Stadt Billerbeck durchgeführt hat.

Dienstag, 16.04.2019, 14:05 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 14:38 Uhr
Billerbeck: „Baum des Jahres“ wächst im Freibad
Im Freibad ist eine Flatterulme gepflanzt worden. Foto: Carla Musiol

Gespendet wurde die Fichte von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, einer der anerkannten Umwelt- und Naturschutzverbänden in Deutschland. Jedes Jahr wählt ein Kuratorium einen „Baum des Jahres“.

Die Flatterulme gelte laut Schutzgemeinschaft wegen immenser Lebensraumverluste in sieben Bundesländern als gefährdet – in Nordrhein-Westfalen sogar als stark gefährdet. Die Flatterulme kann bis zu 35 Meter hoch und bis zu 250 Jahre alt werden. Ihren Namen verdankt sie den in Büscheln an den Zweigen hängenden Blüten und Früchten. Diese sind lang gestiehlt und flattern im Wind. „Die Flatterulme ist gegen den Ulmensplintkäfer beziehungsweise gegen den Pilz, den der Käfer mit sich bringt, resistener als die anderen Ulmen. Sie ist nicht so anfällig“, sagt Thomas Rövekamp von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Und nicht nur die Flatterulme hat einen festen Platz im Freibad gefunden. Auf dem Gelände hat der städtische Bauhof vor kurzem auch drei Trauerblutbuchen gepflanzt. Sie hatten vorher im Bereich der Alten Landwirtschaftsschule ihren Standort und mussten für das Denkmal zur Wiedervereinigung Deutschlands, das dort nun entstanden ist, weichen. Dieses Denkmal besteht aus drei Bäumen, die in Form eines gleichseitigen Dreiecks gepflanzt wurden. Symbolisch ist es für den Westen eine Buche und für die östlichen Bundesländer eine Kiefer. Die Eiche steht für das wiedervereinigte Deutschland.

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