Billerbeck
Bilder lassen an Lebenswegen teilhaben

Coesfeld. „Depression als Erkrankung ist schwer und gravierend, sie kann Menschen aller Alters- und Gesellschaftsschichten betreffen, „ sagte Dr. med. Wilhelm Oelenberg ehemaliger Leiter der Klinik am Schlossgarten in Dülmen und Ehrenvorsitzender des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste (seeGe)im Kreis Coesfeld. Der Verein „seeGe“ hat im Rahmen seines 25-jährigen Bestehens die Ausstellung „Wege aus der Depression“ der Stiftung „Deutsche Depressionshilfe“ nach Billerbeck geholt. Sie wurde am Sonntag in „Billerbecks Bahnhof“ von Valentin Merschhemke, Vorsitzender des Vereins seeGe im Kreis Coesfeld, eröffnet.

Montag, 06.05.2019, 11:02 Uhr
Billerbeck: Bilder lassen an Lebenswegen teilhaben
Bei der Ausstellungseröffnung: (v.l.) Anja Maas (Verein zur Förderung der psychosozialen Dienste im Kreis Coesfeld, seeGe), Helena Hass (Vorständin der Volksbank Baumberge als Förderer des seeGe), Valentin Merschhemke Vorsitzender des seeGe), Dr. med Oelenberg, Stellvertretende Bürgermeisterin Sarah Bosse, stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp, Andrea Schmäing (Geschäftsführung des IBP). Foto: Petra Beil

In Fotografien, Malereien, Kunstdrucken und Grafiken versuchen Betroffene „dem Durchschreiten des Leidens Ausdruck zu verleihen“, so Oelenberg in seinem Eröffnungsvortrag. Er wünsche sich, dass die Ausstellung, die auch durch die Schweiz wandert, eine „gute Wahrnehmung in unserer Heimat“ erhalte.

„Die Erkrankung bewegt uns sozialpolitisch, das Bewusstsein der Behandelbarkeit hinkt aber deutlich hinterher“, so Oelenberg, Die tragischen Verläufe einer Depression seien der Anlass darauf hinzuweisen, dass es effiziente Behandlungsmethoden gibt. Seine Hoffnung sei, dass sich viele Besucher dieser Thematik stellen, die Sensibilität sei da. „Überlassen Sie sich der Symbolik der Bilder. Hier in unserem Miteinander im Kreis Coesfeld ist die Welt genauso wie überall auch.“ Oelenberg verwies auch auf die gerade von den beiden christlichen Kirchen begonnene „Woche für das Lebens“ unter dem Motto „Suizid“.

„Dass betroffene Menschen uns an ihren Wegen und der Auseinandersetzung mit dem Leben teilhaben lassen“, betonte auch Sarah Bosse, Billerbecks stellvertretende Bürgermeisterin, in ihrer Begrüßung.

„Kannst du das Anderssein nicht verzeihen, bist du noch weit ab vom Weg zur Weisheit“, zitierte die stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp in ihrer Begrüßung „Konfuzius“. Sie setze sich für eine offene und tolerante Gesellschaft ein, und würdigte die Arbeit des Vereins zur Förderung der psychosozialen Dienste.

7 Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai im Bahnhof Billerbeck zu sehen.

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