Billerbeck
Geld für Risse und Löcher

Billerbeck. Kaputte Bankette, Schlaglöcher, Risse und Spurrillen in Fahrbahnen: Die Sanierung des verzweigten Wirtschaftswegenetzes ist ein Fass ohne Boden. Rund 25 000 Euro hatte die Verwaltung vorgesehen, um das dringend Notwendigste machen zu lassen. Doch dann fand der Bezirksaus-schuss noch einen Zauber-topf.

Donnerstag, 09.05.2019, 11:02 Uhr
Billerbeck: Geld für Risse und Löcher
Die Straße Gantweger Kley ist in keinem guten Zustand. Wie auf diversen Wirtschaftswegen soll auch hier die Oberfläche in den nächsten Wochen verbessert werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und noch größere Folgeschäden an der Fahrbahn zu vermeiden. Foto: Ulrike Deusch

Den Anstoß dazu hatte Werner Schulze Esking (CDU) gegeben, der das so genannte Flurbereinigungsverfahren Langenhorst-Temming ins Spiel brachte, für das offenbar noch nicht alle Gelder ausgegeben worden sind. 10 000 Euro, so stellte sich raus, könnten aus dem Topf noch verbraten werden. Da war ein Plan schnell geschmiedet.

Die Wirtschaftswege in dem entsprechenden Be-reich sollen nun auch aus dem Fördertopf fürs Flurbereinigungsverfahren bezahlt werden, so dass damit immerhin 10 000 weitere Euro aus der Stadtkasse für andere Wirtschaftswege- und Straßensanierungen ausgegeben werden können. Einem entsprechend ausformulierten Vorschlag von Thomas Schulze Temming (CDU) schloss sich der Bezirksausschuss einhellig an, nachdem auch Michael Fliß für die SPD signalisiert hatte, die Maßnahmen in der Sitzung mit einem entsprechenden Beschluss auf den Weg bringen zu wollen.

An Vorschlägen hinsichtlich weiterer Sanierungsfälle mangelte es nicht. So sprach Fliß die Verbindung zwischen Osthellen und Gerleve an, Parteifreund Winfried Heymanns den Weg entlang der ehemaligen Ziegelei Richtung gesperrter Bahnbrücke, die nun auch in Augenschein genommen werden sollen.

Zudem stehen laut Verwaltungsmitarbeiter Holger Dettmann unter anderem folgende Projekte auf der Prioritätenliste, für die nun (inklusive Flurbereini-gungsmittel) insgesamt rund 35 000 Euro ausgegeben werden können: Meß-Stiege, Verbindungsweg Kloster – Westhellen über die Bergallee, Kampelmann-Weg, Wasmer-Weg, Weg an der Radbahn (Anschluss zu Rosendahl) sowie ein Weg in Aulendorf. Dettmann erwähnte, dass im Zuge der Arbeiten auch die gröbsten Schäden im Bereich Gantweger Kley und Friedhofstraße beseitigt werden sollen. Eine Information im dafür zuständigen Bauausschuss folge noch.

Bernd Kösters (CDU) hätte sich gewünscht, zuvor den Entwurf des geplanten Wegekonzepts vorgestellt zu bekommen, das im Oktober zur Verabschiedung ansteht. Schließlich mache es keinen Sinn, innerörtliche Straßen zu sanieren, die ohnehin bald ausgebaut werden sollten.

Hier gab die Stadtverwaltung allerdings zu bedenken, dass bis zur Umsetzung und Förderung eines solchen Konzepts noch Jahre ins Land gehen könnten und derzeit lediglich die Beseitigung gröbster Schäden anstehe.

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