Billerbeck
Weitblickwiese wird zum Windpark

Billerbeck (sdi). Zu einem wahren Windpark wird die Weitblickwiese – zumindest zwei Tage lang. 122 Windräder werden die Fläche säumen. Kleinere, größere und kunstvoll verzierte. „Windkraft-Kunst“ lautet das Motto des Windfestes, das anlässlich des „Global Wind Day“ (Tag des Windes) am 15. Juni (Samstag) gemeinsam von der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (KJFH), dem Coesfelder Pictorius-Berufskolleg und der Initiative „Campus Sternwarte“ mit verschiedenen Partnern veranstaltet wird.

Mittwoch, 15.05.2019, 16:10 Uhr
Billerbeck: Weitblickwiese wird zum Windpark
Laden zum Windfest ein: (v.l.) Markus Wengrzik (Pictorius-Berufskolleg), Herbert Thesing (Pictorius-Berufskolleg), Linda Averesch (KJFH/OGS), Ludger Althoff (KJFH), Thomas Höing (KJFH/OGS), Norbert Elsing (KJFH), Franz de Wendt (KJFH), Simone Jarling (KJFH/Kita) und Christiane Noll (KJFH). Foto: Stephanie Dircks

Von 13 bis 18 Uhr findet das Windfest statt, zu dem alle Interessierten willkommen sind. Viele Mitmachaktionen rund um die Windkraft gibt es. Papierflieger können gebastelt werden und die Erbauer sich anschließend im Weitwurf messen. In einem Vorlesezelt kann durch Unterstützung der Bücherschmiede in der passenden Lektüre geblättert werden. Alphornbläser aus Rorup zeigen ihr Können und wie viel Puste sie benötigen, um ihr Instrument zum Klingen zu bringen. Das Biologische Zentrum des Kreises Coesfeld zeigt, wie Ahornblüten ihre Pollen per Wind verbreiten und so dafür sorgen, dass neue Bäume wachsen und gedeihen. Auch Drohnen-Selfies für Familien und Gruppen werden angeboten. Außerdem wird ein Glücksrad aufgebaut. Für das leibliche Wohl der Besucher wird auch gesorgt – mit Kaffee und Windbeuteln sowie einem Imbiss.

Gestöbert werden kann auch in den sogenannten Windkoffern, die das Pictorius zur Durchführung von Experimenten zum Thema Windkraft entwickelt hat. Studierende des Bildungsgangs der Gestaltungtechnischen Assistenten haben die besonderen Koffer entworfen und im Rahmen des Unterrichts der Berufsfachschulen der Fachrichtung Bau- und Holztechnik, Elektrotechnik und Metalltechnik weiterentwickelt. Eine Arbeitsgruppe für Maschinenbautechnik hat einen Windkanal entwickelt und gebaut, mit dessen Hilfe Kleinwindanlagen getestet werden können. Seit 2013 wird am Pictorius mit den Studierenden am Windkraft-Projekt gearbeitet – im Rahmen des Programms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Schüler verschiedener Schulen werden 122 Windräder, die sie mit Hilfe des Koffers gebaut haben, präsentieren. Schüler aus dem ganzen Münsterland zeigen ihre Modelle. „Von Herne bis Saerbeck“, so Herbert Thesing vom Pictorius. Sogar Gäste aus dem niederländischen Deventer werden erwartet. Freitags, einen Tag vor dem großen Windfest, gibt es auf der Weitblickwiese eine reine Schulveranstaltung. Schon an diesem Tag präsentieren die Schüler ihre Modelle. „Unser Ziel ist es, Windenergie erfahrbar zu machen“, sagt Markus Wengrzik vom Pictorius. Denn die Energiepolitik verändere die Landschaft und auch die nachfolgenden Generationen sollten sich schon damit befassen. Je früher könnten sie mit einbezogen werden und Know-how bekommen. „Ideal ist es, wenn das mit Spiel und Freunde geschieht“, so Wengrzik. Geplant ist zudem, wie Ludger Althoff von der KJFH berichtet, dass künftig eine Kleinwindanlage, die vom Pictorius gebaut wurde, auf der Weitblickwiese stehen wird und die geplante Sternwarte mit Strom versorgt.

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