Billerbeck
Ratssaal wird aufgemöbelt

Billerbeck (sdi). Aufgemöbelt werden soll der Ratssaal. Er soll modernisiert werden. Die Decke weist deutliche Mängel auf, die Präsentationstechnik besteht seit jeher aus einem Provisorium und das Mobiliar hat seine besten Jahre schon hinter sich. Außerdem soll es eine Induktionsschleife für Hörbehinderte geben.

Donnerstag, 27.06.2019, 15:24 Uhr
Billerbeck: Ratssaal wird aufgemöbelt
Nach dem Modernisierungskonzept soll der Sitzungssaal im Rathaus auch mit neuem Mobiliar ausgestattet werden. Foto: Stephanie Dircks

Der Billerbecker Architekt Gereon Rasche hat nun im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss ein Modernisierungskonzept vorgestellt, dessen Umsetzung der Ausschuss einstimmig empfiehlt. Der Rat, der heute Abend tagt, hat das letzte Wort. Neu ist das Thema nicht. Schon mehrfach haben Politik und Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren über eine Modernisierung des Sitzungssaales gesprochen.

Unter der Decke des Sitzungssaales befindet sich die alte ursprüngliche, historische Decke. „Bemalungen sind noch erkennbar“, so Rasche. Durch eine konservatorische Untersuchung sollen die Bemalungen dokumentiert werden. Die historische Decke bleibt in Abstimmung mit der Denkmalpflege erhalten, wird aber nach dem Modernisierungskonzept, das der Architekt präsentierte, hinter einer Brandschutzdecke und einer neuen abgehängten Decke verschwinden. Die Brandschutzdecke soll installiert werden, damit auch die über dem Sitzungssaal vorhanden Räumlichkeiten künftig genutzt werden können. Ein Stuckprofil mit indirekter Beleuchtung soll an der Decke errichtet werden. Auch eine Bilderleiste soll integriert werden. „Für Ausstellungsmöglichkeiten, ohne dafür in die Wand zu müssen“, erklärt Rasche. „Integriert wird auch ein Lautsprecher für eine bessere Verständlichkeit in der Diskussion. Die Sprachaufnahme soll über ein Deckenmikrofon erfolgen“, so der Architekt weiter. „Die Idee war, die Tische möglichst frei von Technik zu halten.“ Dennoch werden die Tische mit Strom versorgt, damit Geräte wie Tablets nachgeladen und genutzt werden können. In die Decke eingebaut werden soll zudem ein Beamer.

Um Hörbehinderten eine problemlose Verfolgung und Beteiligung an den Sitzungen zu ermöglichen, soll eine Induktionsschleife installiert werden. „Das wird wahrscheinlich eine Bodenlösung“, sagte Rasche. So könne das Trauzimmer mit erfasst werden. Der Parkettboden soll erhalten, aber aufgearbeitet werden. Vorgesehen sind auch eine neue Möblierung, maschinelle Vorhänge sowie die Ertüchtigung der bereits vorhandenen Lüftungsanlage, die nachgerüstet wird. Der Raum soll zudem einen neuen Anstrich bekommen.

Die Kosten belaufen sich nach einer groben Schätzung auf rund 180 000 Euro. Etwa 100 000 Euro sind für die Modernisierung im städtischen Haushalt bereits vorgesehen. Die Mehrkosten von rund 80 000 Euro sollen laut Stadtverwaltung durch Einsparungen beim Anbau der neuen Stadtaula und durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer finanziert werden.

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