Billerbeck
Flagge als Friedenssymbol gehisst

Billerbeck. Eine Taube ist zu erkennen, in grünen Lettern steht das englische Wort „Peace“ für Frieden auf der Flagge, die gestern vor dem Rathaus gehisst wurde. Als Symbol für den Frieden. „Das ist doch ein sehr schöner Auftakt“, sagt Hans-Joachim Kämper. Er hat den Stein in Billerbeck sozusagen ins Rollen gebracht und im April den Rat aufgefordert, der Organisation „Mayors for Peace“ (zu Deutsch: Bürgermeister für den Frieden) beizutreten. Der Rat hatte einstimmig zugestimmt. Bei „Mayors for Peace“ handelt es sich um ein Bündnis, das sich für Frieden und die Abschaffung von Atomwaffen einsetzt. Kämper unterstützt als Mitglied der Partei Die Linke das Anliegen der Friedensbewegung. Mit dem gestrigen Flaggentag, der jährlich am 8. Juli stattfindet, soll in allen beteiligten Kommunen ein sichtbares Zeichen gesetzt werden. Angedacht sei, im kommenden Jahr mit den Schulen ein begleitendes Projekt durchzuführen, sagt Hubertus Messing von der Stadt Billerbeck. Auch Kämper möchte den Ratsbeschluss nun mit Leben füllen. „Es kann Anlass dafür sein, eine Friedensinitiative zu gründen“, so der Billerbecker. Denkbar sei auch eine Vernetzung mit den Nachbarkommunen, die ebenfalls Mitglied bei „Mayors for Peace“ sind. Thematisiert werden könne der Gedanke der Organisation auch gemeinsam mit den Partnerstädten, um nicht nur im Münsterland einen Beitrag zur Verstärkung und Vernetzung der Friedensarbeit zu leisten, sondern weltweit. Wer Interesse hat, in einer Friedensinitiative mitzuarbeiten, der kann sich bei Kämper unter Tel. 0160/821516 oder per E-Mail an jochen.kaemper@web.de melden.

Dienstag, 09.07.2019, 18:16 Uhr
Billerbeck: Flagge als Friedenssymbol gehisst
Hissen gemeinsam die Flagge: (v.l.) Hubertus Messing (Stadt), Bernd Kösters (stellv. Bürgermeister), Sarah Bosse (stellv. Bürgermeisterin), Gerd Mollenhauer (Stadt) und Hans-Joachim Kämper. Foto: Stephanie Sieme

Dem Netzwerk „Mayors for Peace“ gehören laut Kämper über 7500 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. In Deutschland seien über 600 Kommunen dem Bündnis beigetreten – darunter auch der Kreis Coesfeld, Dülmen, Havixbeck, Nottuln, Lüdinghausen und Olfen. Gegründet wurde die organisation 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima. Denn: Im August 1945 wurden die Städte Hiroshima und Nagasaki von jeweils einer Atombombe getroffen. Die Menschen haben bis heute unter den Folgen zu leiden. Durch Aktionen versucht das Bündnis, die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung bis zum Jahr 2020 zu erreichen.

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