Billerbeck
Zweiter Rettungsweg über Laufsteg

Billerbeck. Die Stahlkonstruktion steht. Das Dach, inklusive Laufsteg, wird in den Herbstferien angebracht. Der Aufwand für die Sicherheitsmaßnahmen, damit die Arbeiten während des Schulbetriebs fortgesetzt werden können, sei einfach zu groß, so Gerd Mollenhauer, Leiter des städtischen Fachbereiches Planen und Bauen.

Mittwoch, 21.08.2019, 17:40 Uhr
Billerbeck: Zweiter Rettungsweg über Laufsteg
Den künftigen zweiten Rettungsweg, der über die Stahlkonstruktion verlaufen wird, präsentieren (v.l.) Gerd Mollenhauer, Jürgen Erfmann, Jürgen Janowski, (alle Fachbereich Planen und Bauen), Hausmeister Martin Klare und Vivien Füller (Auszubildende bei der Stadt). Foto: Stephanie Sieme Foto: az

Zwischen Alt- und Neubau am Ludgerischulstandort entsteht ein zweiter Rettungsweg. Um einen geordneten Fluchtweg über die beiden Obergeschosse zu ermöglichen, wurde die alte Überdachung zwischen den beiden Gebäuden abgerissen und durch eine Stahlkonstruktion ausgetauscht. Sie verbindet die beiden Gebäude mit einem Höhenunterschied von 1,20 Meter und ist 20 Meter lang. Durch Außentüren in den Obergeschossen können die Schüler künftig den Steg auf der Stahlkonstruktion im Fall der Fälle als Rettungsweg nutzen. Zudem soll die Stahlkonstruktion weiterhin als Wetterschutz dienen. „Wir haben das alte Dach nicht aus Altersgründen abgerissen. Wir mussten einen zweiten Rettungsweg schaffen. Die Richtlinien haben sich an den Schulen geändert. Es gibt ein neues Brandschutzkonzept“, erklärt Mollenhauer.

Im Inneren der beiden Gebäude sind die Flure zu den Treppenhäusern brandschutztechnisch mit Gipskartonwänden geschlossen worden und werden in den nächsten Tagen noch neue Rauchschutztüren erhalten. Mollenhauer: „Es ist alles mit der Denkmalpflege abgesprochen.“ 150 000 Euro kostet die Maßnahme, die komplett durch Fördergelder des Landesprogramms „Gute Schule“ finanziert wird. „Das ist unsere größte Baustelle im Augenblick“, sagt Mollenhauer, der zusammen mit Jürgen Erfmann und Jürgen Janowski vom städtischen Fachbereich Planen und Bauen weitere Maßnahmen an den Billerbecker Schulen präsentierte.

0 Johannisschulgebäude: Im Dachgeschoss der Schule wird die Toilettenanlage erneuert. Die WC-Anlage stammt noch aus den 50er-Jahren und war nicht mehr zeitgemäß. Die alte Anlage wurde komplett abgebrochen und zum benachbarten Raum durch eine Schallschutzwand verbreitert. Die beiden Toiletten erhalten je einen eigenen Raum mit Fenster beziehungsweise Lüftungsanlage. Wände, Böden, Decken sowie die Installation für Sanitär und Elektro sind erneuert worden. „Das wird bis zum Schulstart alles fertig“, so Erfmann. Die Kosten betragen 12 000 Euro und werden ebenfalls durch „Gute Schule“-Fördergelder finanziert.

0 Geschwister-Eichenwald-Schule (ehem. Realschule): Nachdem bereits alle WC-Anlagen an beiden Schulgebäuden am Schulzentrum erneuert wurden, stand nun die Toilettenanlage der Lehrer im Verwaltungstrakt der Geschwister-Eichenwald-Schule auf der Agenda. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1969, waren sehr unansehnlich, so die Stadtverwaltung. Die Räume wurden entkernt. Aus beiden WC-Räumen wurden nun drei Räume neu geschaffen. Ein Putzmittelraum mit Anschlüssen für eine Waschmaschine ist nun vorhanden. Die WC-Anlagen wurden einzeln gemauert. Die Kabinen erhalten Frischluft über vorhandene Dachlichtkuppeln, die elektrisch gesteuert werden können. Fertig sind die Arbeiten zum Schulbeginn nicht. Trotzdem sei es im Zeitrahmen. „Das war so geplant“, so Janowski. Auch die Sanitär- und Elektroinstallation ist erneuert worden. Zudem wurden zwei Klassenräume saniert. Sie haben neue Decken, Beleuchtung und Fußböden erhalten. 40 000 Euro hat die Maßnahme gekostet, ebenfalls finanziert aus dem Programm „Gute Schule“.

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