Billerbeck
Hausmittel gegen Stimmungstief

Billerbeck. Billerbeck. Bossa Nova gehört zweifelsohne zu den effektiven Hausmittelchen gegen Stimmung senkende herbstlichen Nieselregen. Jedenfalls macht der südamerikanische Groove gute Laune, keine Frage. Die 50 Gäste, die sich am Freitagabend im Bahnhof einfanden, um das münsterländische Quartett „Bossa Velha“ zuhören, bestätigen das - gemessen an ihrem Applaus -sicherlich sehr gerne.

Montag, 14.10.2019, 07:00 Uhr
Billerbeck: Hausmittel gegen Stimmungstief
„Bossa Velha“ beeindruckte des Publikum mit bekannten Titeln, neueren Bossa-Adaptionen und instrumentaler Stärke: v.l. Johannes Echterhoff, Joachim Klück, Jochen Welle und Raimund Ekholt. Foto: Ulla Wolanewitz

Nirgendwo anders als an der Copacobana im brasilianischen Rio de Janeiro entstand diese „neue Welle“ in den 1950/60er Jahren, wie sich der „Bossa Nova“ aus dem portugiesischen übersetzen lässt. „Das ist schon ein paar Tage her“, erklärte Saxophonist Joachim Klück. „Für uns ist es mittlerweile eher der alte Bossa - also der „Bossa Velha“, den wir auch für uns passend fanden.“

Nachwuchstalent Janis Vernier saß an diesem Abend allerdings nicht wie angekündigt am Schlagzeug. Der junge erfolgreiche Musiker konzentriert sich neuerdings an der Hochschule für Musik in Hannover auf sein Studium und musste daher dieses Konzert absagen. Stattdessen hatten die drei Herren - passend zur „neuen Welle“ - den Allround-Schlagzeuger Jochen Welle für diesen Auftritt verpflichten können. „Sie erleben also heute eine Weltpremiere“, ließ Klück in seinen Begrüßungsworten flachsend durchklingen.

Mit Johannes Echterhoff (Bass) und Raimund Ekholt(Gitarre) wählte das Quartett für seinen Auftakt „Dindi“ - einen bekannten Jazz-Standard und Ohrwurm von Antonio Carlos Jobim. Der brasilianische Komponist setzte auch den „One note Samba“ in die Welt, der hier im Repertoire natürlich nicht fehlte. Der Gitarrist und Ray-Charles-Fan Raimund Ekholt begeisterte sein Publikum mit dem Titel „Georgia on my mind“, der zwar im 1930er-Original nicht aus der Feder des amerikanischen Songwriters stammt, aber in einer Adaption aus den 1960er Jahren von ihm bekannt ist.

Klar, dass in diesem Programm „Quiet nights of quiet stars“ von Stan Getz und Joao Gilberto angesagt war. Das Publikum seines Zeichens zeigte sich bestens unterhalten. Als „Bonbons“ gab es in der Pause noch die Gelegenheit die Ausstellung „Das Gesicht des Himmels - Eine fotografische Annäherung“ von Tobias Klostermann, die erst am Sonntag eröffnet wurde, in Augenschein zu nehmen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6998028?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947609%2F
Nachrichten-Ticker