Stehender Beifall: Weihnachtskonzert der Musikschule mit Schauspielern kommt bestens an
Volle Klänge und starke Geschichten

Coesfeld. „Fröhliche Weihnacht überall…“ hieß das Motto des Weihnachtskonzertes der Musikschule Coesfeld, Billerbeck und Rosendahl am Samstag und am Sonntag im KonzertTheater. „Musik und Texte zu Weihnachten“ der Untertitel. Schon lange waren beide Veranstaltungen hoffnungslos ausverkauft.

Sonntag, 14.12.2014, 17:59 Uhr

Für die Musik waren die Ensembles und das Orchester mit 236 Mitwirkenden der Musikschule und für die Texte zwischen den Beiträgen die Schauspieler Hubertus Grimm und Kerstin Wentzek zuständig. Ja, die beiden profilierten Theater- und Fernsehschauspieler verstanden ihr Fach.

 Sie lasen nicht einfach nur ihre Texte vor, sondern brachten die vielen Geschichten wie „Das Weihnachtslied vom Eselchen“ (Kerstin Wentzek), „Monolog eines Kellners“ von Heinrich Böll (Hubertus Grimm) und auch die fünfteilige Geschichte „Die Weihnachtsgans Auguste“ die von beiden Schauspielern gemeinsam überzeugend und mit starkem Ausdruck vorgetragen wurde.

Im Mittelpunkt standen natürlich die Ensembles und das Sinfonieorchester, wo die vielfältige Arbeit an der Musikschule erneut deutlich wurde. Da waren einmal das Megaensemble, wo Blöckflöten, Gitarren und Akkordeons unter der Leitung Harriët Markus Rigaudon aus Edvard Griegs „Aus Holbergs Zeit“ spielten.

Das Gitarrenensemble unter der Leitung von Jutta Wentzlaff kam mit dem Schäfertanz des Antwerperners Tilman Susato. Ein tolles Klangspektrum bot das Querflötenensemble unter Gesa Wulfhorst mit zwei Beträgen und zusammen mit dem Klarinettenensemble „Hark the Herald Angels sing“.

Mit dem Traditional Irish Blessing, fühlte man sich durch das Akkordeonensemble in die grandiose Landschaft Irlands hineinversetzt. Gemeinsam mit dem Weihnachtslied „Oh du fröhliche“ ging es in die Pause.

Das Sinfonieorchester der Musikschule unter Bernd Mertens begann mit „Weihnachtsmarkt von Sorochinskaya“ vom Modest Mussorgsky. Musik ohne Instrumente? Das Schlagzeugensemble zeigte, es geht auch ohne. Es brauchte für ihre witzige Darbietung nur Aktenordner, Bleistift und Computertastatur.

Satter Sound kam vom Cello-Ensemble unter der Leitung von Barbara Marzian. Stimmungsvoll sangen Johannes Wieners und Carroll Exner den Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“, begleitet von einem Streichquintett. Memory aus dem Musical Cats erklang vom Sinfonieorchester.

Die Jazzcombo zeigte, dass man „White Christmas“ und „Stille Nacht“ im Swing-Gewand auch anders spielen kann, hörenswert war es absolut. Das Gesangstrio mit Gabriele Wasmer, Carrol Exner, Ruth Leuvering leiteten mit „Sing Joy“ den Abschluss ein. Alle beteiligten Mitwirkenden und das Publikum sangen gemäß dem Motto das Schlusslied „Fröhliche Weihnacht überall“. Lang andauernde stehende Ovationen, na klar, was denn sonst!

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