Große Konzerte werden möglich / Bereicherung im kulturellen Leben der Stadt / Spender bleibt ungenannt
Geschenkt: Neue Orgel für Jakobi

Coesfeld. Organist Maximilian Kramer, Kantor der Gemeinde St. Lamberti strahlt: „Das hätten wir nicht einmal zu träumen gewagt.“ Und das ist der Traum, der in den nächsten Monaten Wirklichkeit wird: Ein Spender, der ungenannt bleiben möchte, schenkt der Jakobikirche eine neue Orgel, die es möglich macht, dass dort in Zukunft große vor allem geistliche Konzerte erklingen – Werke für Orgel und Orchester, Oratorien und andere große Chorwerke. Die Motive des Spenders fasst Pfarrdechant Johannes Arntz so zusammen: „Der Spender fühlt sich der Jakobikirche besonders verbunden und möchte das kulturelle Leben in der Pfarrgemeinde am Standort Jakobi lebendig halten.“ Bedingungen seien an die Finanzierung – im sechsstelligen Bereich – nicht geknüpft, „aber selbstverständlich die Erwartung, dass wir uns als Kirchengemeinde bemühen, die Orgel ihren Möglichkeiten entsprechend zu nutzen.“

Freitag, 25.01.2013, 17:28 Uhr

Seit der Fusion gibt es Bestrebungen, die Kirche an zentraler Stelle der Innenstadt auch als Raum für geistliche Kultur in Form von Kunst, Literatur und Musik zu nutzen. „Dass wir nun solche optimalen Bedingungen bekommen, ist großartig“, so Maximilian Kramer. Vermutlich Ostern 2014 soll die neue Orgel erstmals brausen.

Aus den 60er Jahren stammt das Instrument, das derzeit in St. Jakobi erklingt. „Schon bei der Liturgie erkennt man deutliche Defizite“, weiß Kramer. „Aber für Konzerte sind Leistung und Klang bei weitem nicht befriedigend.“ Trotzdem gibt es viele Teile, die in gutem Zustand sind, etwa Pfeifen und Windladen, die in die neue Orgel übernommen werden. „Das ist uns wichtig als Zeichen des Respekts gegenüber Gemeindemitgliedern, die sich damals für den Orgelbau engagiert oder gespendet haben“, so Kramer.

Vertreter des Bistums, der Gemeinde, des Förderkreises Orgelmusik Coesfeld e.V. und der Spender haben die Planungen für den Orgelbau gemeinsam auf den Weg gebracht. Wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag zugleich es für Kramer, als er mit Experten der renommierten Firma Sauer aus Höxter Konzepte entwickeln konnte. Wie Kramer erläutert, wird das Instrument, das über 45 Register verfügen wird, zweiteilig sein. Es besteht aus einer Hauptorgel mit zwei Werken und einem Pedalwerk auf der heutigen Orgelempore und einer kleineren Chororgel in ähnlichem Stil auf der Seitenempore über der Sakristei mit einem dritten Werk. Hier nimmt der Organist bei Konzerten und Oratorienaufführungen Platz. Bedient werden können beide Orgeln von drei verschiedenen Spieltischen, einem oben auf der Hauptempore, einem unten an der Chororgel und einem dritten seitlich im Kirchenraum. Wie? Über Lichtleiter, die zusätzlich eingebaut werden müssen.

Neben Aufführungen großer Werke wird die Orgelmusik zur Marktzeit fortgesetzt. „Sicher werden wir das musikalische Programm der Kirchengemeinde erweitern“, kündigt Kramer an. Chöre und Gruppen der Gemeinde sollen die Chance bekommen, in großen Konzerten mitzuwirken. Aber auch Sänger, Orchester und Solisten werden eingeladen.

7 Das Modell der Orgel wird am morgigen Sonntag bei der Pfarrheimeröffnung vorgestellt. | Kommentar; weiterer Bericht im Lokalteil

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