Offizielle Einweihung an den Gleisen / Modernisierung für 6,5 Millionen Euro „gut angelegtes Geld“
Großer Bahnhof für Groschek

Coesfeld. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek war gestern voll des Lobes. „Coesfeld ist ein Wachstumsmotor in der Region“, sagte er bei der offiziellen Einweihung des für 6,5 Millionen Euro modernisierten barrierefrei ausgebauten Bahnhofs. Es sei eine gute Sache, dass sich Bündnisse aus Bahn, Bund, Land und Kommunen gebildet hätten, um die Bahnhöfe im Münsterland wieder auf Vordermann zu bringen. „Bahnhöfe sind die Visitenkarte einer Stadt.“ Nur wer gerne den Zug nehme, steige vom Auto um, so Groschek vor rund 80 Gästen mit Vertretern der Stadt, Politik und Bahn.

Freitag, 18.01.2013, 17:44 Uhr

Das Land NRW habe den Bahnhof Coesfeld mit rund 1,7 Millionen Euro finanziert und werde in die Qualitätsverbesserung auf der Strecke Münster - Coesfeld fast 12 Millionen Euro investieren, führte Groschek aus. „Das ist gut angelegtes Geld.“ Ein neuer Tunnel und drei Aufzüge sowie Gleisanpassungen zählen zu den Modernisierungen in Coesfeld.

Bürgermeister Heinz Öhmann versicherte: „Wir als Stadt werden alles dafür tun, damit dieser Bahnhof in vollem Umfang wieder Visitenkarte sein wird.“ In Zusammenhang mit der Entwicklung eines Innenstadtkonzepts gehe es auch um das Bahnhofsgebäude und den Aufbau einer Mobilitätszentrale. Weitere Schritte habe die Stadt durch Grundstückskäufe vorbereitet, darunter den Bau von zusätzlichen Radverkehrs- und Pkw-Stellplätzen. Zum Jahresende 2012 kaufte die Stadt die Busspur und die durch Verlegung der Strecke nach Gronau freiwerdenden Grundstücksflächen. Öhmann verwies auf das Regionale-Projekt, bei dem die Strecke Coesfeld - Dorsten verbessert werden soll. Auf dem Bahnhofsplatz warb gestern ein Regionale-Pavillon für das Projekt.

Der Konzernbevollmächtigte der Bahn, Reiner Latsch, verwies auf das Ziel der Modernisierung in Coesfeld: „Wir wollten, dass jeder mit dem Zug fahren kann.“ Besonders die drei neuen Aufzüge sowie die Anhebung der Bahnsteige auf 76 cm Höhe gewährleisten den Reisenden einen barrierefreien Zugang zu den Zügen.

Der Verbandsvorsteher Nahverkehr Westfalen-Lippe, Dr. Hermann Paßlick: „Die barrierefreie Nutzungsmöglichkeit des Knotenbahnhofs Coesfeld ist für uns von besonderer Bedeutung, bestehen hier doch stündliche Umsteigemöglichkeiten zwischen den Zügen aus Richtung Dortmund, Münster, Enschede und Dorsten sowie den regionalen Buslinien.“ Eine weitere Besonderheit: Die Busse halten direkt bei den Gleisen.

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