SportNetzwerk für Kinder möchte noch weitere Unternehmen für das Projekt „Azubi-Übungsleiter“ gewinnen
„Sport ist der Schlüssel“

Coesfeld. „Azubi-Übungsleiter“ heißt die Aktion des SportNetzwerks für Kinder, von der die Kinder, die Unternehmen, deren Auszubildende und auch die Sportvereine profitieren sollen.

Freitag, 07.10.2016, 17:57 Uhr

SportNetzwerk für Kinder möchte noch weitere Unternehmen für das Projekt „Azubi-Übungsleiter“ gewinnen : „Sport ist der Schlüssel“
Haben das Projekt „Azubi-Übungsleiter“ in Coesfeld präsentiert: (v.l.) Natalie Temming (Barmer GEK in Coesfeld), Christian Overhage (Filialdirektor der Sparkasse Westmünsterland), Tobias Elis (Gesundheitsmanager bei Farbwerke Ostendorf), Jens Wortmann (Sportjugend Coesfeld) und Frank Adamski (Laurenz-Sports und SportNetzwerk für Kinder). Foto: Manuela Reher

Inzwischen haben schon mehrere Betriebe in Coesfeld ihre Bereitschaft erklärt, sich an dem Projekt zu beteiligen. Dies teilte jetzt Frank Adamski von Laurenz-Sports und vom SportNetzwerk für Kinder im Rahmen einer Info-Veranstaltung unter dem Motto „Übungsleiter gesucht“ mit. Mit im Boot sind die Kooperationspartner die Barmer GEK, Sportjugend Coesfeld, Sparkasse Westmünsterland und Farbwerke Ostendorf.

„Wir sind auf einem guten Weg“, versicherte Adamski und fügte hinzu: „Unser Ziel ist es, junge, engagierte Lehrlinge für eine Übungsleiterkarriere zu gewinnen, bei der sie parallel zur betrieblichen Ausbildung eine C-Lizenz im Jugendbreitensport absolvieren.“

Freude an Bewegung sei der Schlüssel zu einem gesunden Lebensstil, betonte Natalie Temming von der Barmer GEK Coesfeld. Die Azubis seien das beste Vorbild, um Kinder früh zu gesundheitsbewusstem Verhalten zu motivieren, fügte Natalie Temming hinzu.

Christian Overhage, Filialdirektor der Sparkasse Westmünsterland, betonte: „Sport ist mehr als gesundheitsfördernd, sondern hat auch eine soziale Komponente.“ Außerdem habe das Projekt Vorbildcharakter.

Tobias Elis, Gesundheitsmanager der Farbwerke Ostendorf, hob den „Mehrwert“ für die Unternehmen hervor. Die Lebenswelt sei im Wandel, was neue Herausforderungen mit sich bringe. Die Firmen müssten es schaffen, junge belastete Mitarbeiter möglichst gesund ins Rentenalter zu bringen. Dazu sei eine Begleitung dringend notwendig. Das Projekt „Azubi-Übungsleiter“ sei eine gute Möglichkeit, die Mitarbeiter auf Dauer zu motivieren, auch nach Feierabend in Eigenregie die Initiative für sportliche Aktivitäten zu ergreifen. „Sport ist der Schlüssel zu allem“, so Tobias Elis. Daher sei das Projekt besonders nachhaltig. In seinem Unternehmen gibt es bereits eine Übungsleiterin unter den Auszubildenden, die schon in der Grundschule aktiv sei.

Teamfähigkeit, Kommunikation, Selbstorganisation seien einige der Soft Skills, die durch die Trainerqualifikation gestärkt würden. „Und diese gewinnen im Berufsalltag zunehmend an Bedeutung“, so Tobias Elis. Die Auszubildenden hätten zudem die Kompetenz, auch die Gesundheit in der Belegschaft zu fördern, indem sie zum Beispiel Betriebssportangebote ausbauen.

Jens Wortmann von der Sportjugend Coesfeld kommentierte: „Mit der Chance auf eine Zusatzqualifikation als Übungsleiter können sich Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber im Kampf um qualifizierte Bewerber positiv positionieren.“ Das Projekt schlage auch andernorts hohe Wellen, so Wortmann. Erst kürzlich habe er es bei einer Veranstaltung in Dortmund vorgestellt. Sportangebote würden im Ganztagsbetrieb an den Schulen am meisten nachgefragt, so dass es einen enormen Bedarf an Übungsleitern mit Lizenz gebe.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4356950?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Nachrichten-Ticker